Frühschicht in der Kirche

Am Ort "Genezareth" im Fischhofpark findet morgen wieder ein Friedensgebet statt. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
19.02.2015
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"Jenseits des Schweigens - die letzten sieben Worte Jesu" lauten die Frühschichten in der Fastenzeit. In der Kreisstadt treffen sich die Christen dazu jeden Samstag in der Kirche.

Jeden Samstag in der Fastenzeit beginnen um 6 Uhr die Gebete und Mediationen im Altarraum der Stadtpfarrkirche. Zugang über den Seiteneingang am Kirchplatz. Nach der Frühschicht gemeinsames Frühstück im Pfarrzentrum.

Die Verehrung der sieben letzten Worte Jesu am Kreuz lässt sich bis in 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Als Grundlage für die Frühschichten wählten Mitglieder des Pfarrgemeinderates, unterstützt von der evangelischen Kirchengemeinde, die Ausführungen von Timothy Radcliffe. In seinem Buch "Jenseits des Schweigens" werden die letzten Stunden Jesu nicht zu einer düsteren Spiritualität. Vielmehr sollen die letzten Worte Jesu zeigen, wieviel Hoffnung in den letzten Momenten auf Golgota stecken und was unseren christlichen Glauben eigentlich ausmacht.

Das Thema vom Leiden und Sterben wurde in diesem Jahr ganz bewusst gewählt. Man kann die Frühschichten auch als eine Art der Vorbereitung und Einstimmung auf die "Tirschenreuther Passion" sehen.

Die Frühschichten im Überblick.

"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" am Samstag, 21. Februar. Das erste Wort, handelt von Vergebung. Vergebung steht vor der Kreuzigung, vor der Beschimpfung und dem Tod.

"Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein" am Samstag 28. Februar. Immer wenn wir lieben und vergeben, setzen wir einen Fuß in die Ewigkeit, in das Leben Gottes.

"Frau, da ist dein Sohn! ... Da ist deine Mutter!" am Samstag, 7. März. Im finstersten Augenblick, sehen wir, wie am Fuß des Kreuzes die christliche Gemeinschaft neu entsteht.

"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" am Samstag, 14. März. Am Wendepunkt unserer Überlegungen, stehen Worte purer Verzweiflung. Hier hören wir nur noch einen Schrei, aus Schmerz und Einsamkeit geboren.

"Ich habe Durst!" am Samstag, 21. März. Gleich zu Beginn des Johannesevangeliums hat Jesus die Samariterin am Brunnen getroffen und zu ihr gesagt: "Gib mir zu trinken. Am Anfang und am Ende seiner Geschichte bittet Jesus uns, seinen Durst zu stillen...

"Es ist vollbracht!" am Samstag, 28. März. Am Kreuz sehen wir die Vollendung der Liebe Gottes an uns Menschen.

"Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist", "Jenseits des Schweigens" am Karsamstag, 4. April. Jetzt gibt er alles dem Vater zurück. Er legt uns alle, mit all unseren Ängsten und Hoffnungen, in Gottes Hände.

Musikalische Gestaltung der Frühschichten durch Petra Klebl-Denk und Christine Kohl.
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