Fünf Euro mehr fürs erste Kind

Lokales
Tirschenreuth
22.11.2014
0
0

Ein paar Euro schlägt der Stadtrat auf die Benutzung von Kindergarten und Kinderkrippe auf. Die Angebote sind dennoch nur ein kleiner Beitrag zu den Kosten für die Einrichtungen.

Letztendlich ist es wohl auch ein Beitrag zu den Konsolidierungsmaßnahmen, der die Stadt veranlasst, beim Kindergarten die Gebühren anzuheben. Bürgermeister Franz Stahl wertete den Schritt aber dennoch als "moderate" Anpassung. Fünf Euro mehr sollen auf die jeweiligen Angebote aufgeschlagen werden. So kostet im Städtischen Kindergarten etwa die Benutzung für den Zeitraum 3 bis 4 Stunden neu 50 Euro. "Über neun Stunden" fallen künftig 80 Euro an. Für die Kinderkrippe reichen die Sätze von 85 Euro (bis zwei Stunden) bis 195 Euro (bis zehn Stunden). Die neuen Gebühren gelten ab 2015.

16 Prozent an Kosten

Laut Bürgermeister Franz Stahl werden auch die beiden anderen Kindergärten der Kreisstadt hier gleichziehen. Peter Gold (CSU) verwies darauf, dass die Beiträge der Eltern gerade mal 16 Prozent an den Kosten für den Kindergarten ausmachen. Eine Anhebung wäre jetzt auch angebracht, damit die Schere nicht zu weit auseinandergeht. "Sonst müssten wir später deutlich größere Sprünge machen", wusste Gold.

Manfred Zandt (Freie Wähler) wollte nicht vergessen, dass für das zweite Kind eine Ermäßigung von 20 Prozent gewährt wird und für das dritte Kind gar keine Gebühren anfallen. "Wir haben eine sehr familienfreundliche Gebührenordnung", beurteilte Zandt die Kosten auch nach der Anhebung. Außerdem seien in den vergangenen Jahren umfassende Investitionen erfolgt. Franz Stahl ergänzte, dass in der Kreisstadt Eltern mit Ehrenamtskarte weitere 20 Prozent Ermäßigung erhalten. "Da sind wir die einzige Kommune im Landkreis!"

"Inflationsausgleich"

Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) lehnte die Anhebung ab. "Wir sollten die Kinderbetreuung fördern", wünschte sich Beer eine Kostenfreiheit, wie etwa in Thüringen geplant. "Dort zahlen wir über den Finanzausgleich mit", konterte der Bürgermeister. Im Vergleich würde die Stadt sehr günstige Preise haben. Paulus Mehler (CSU) beurteilte den Schritt gar als Inflationsausgleich. Bei der Abstimmung wurde die Anpassung dann aber einstimmig vom ganzen Gremium mitgetragen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.