Für Gesellschaft unersetzlich

Über ein neues Fahrzeug durften sich auch die Brandschützer aus Tirschenreuth freuen. Im Bild die Übergabe mit (von links) Hans-Peter Kröger, Präsident des DFV, Tobias Jost, Christian Nickl, BBK-Präsident Christoph Unger, Johannes Werner, Christian Kohl, Feuerwehr-Kommandant Harald Birner und Staatsminister Joachim Herrmann
Lokales
Tirschenreuth
30.10.2015
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Ein besonderes Erlebnis war für die Feuerwehr der Ausflug nach Manching. Nicht weil sie dort auf den Bundesinnenminister traf. Wohl aber, weil der viele Fahrzeuge im Gepäck hatte. Eines davon auch für die Wehr aus Tirschenreuth.

Insgesamt 70 Fahrzeuge des Zivil- und Katastrophenschutzes durften Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und sein bayerischer Amtskollege Joachim Hermann bei dem Termin in Manching an verschiedene Hilfsorganisationen in Bayern übergeben. Darunter auch ein Gerätewagen "Dekon P" für die Feuerwehr der Kreisstadt Tirschenreuth. Drei Kameraden wurden bereits an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) im Umgang mit der Ausrüstung des Gerätewagens geschult.

Für die über 400 anwesenden Gäste von Feuerwehr, Bayerischen Roten Kreuz, Johanniter, Malteser und Technischem Hilfswerk hatten Bayerns Innenminister Joachim Hermann sowie Dr. Thomas de Maizière nur anerkennende Worte. Ihr Engagement, so Hermann, sei "unersetzlich für unsere Gesellschaft". Trotz aller technischen Hilfsmittel und Einsatzfahrzeuge seien aber das Wichtigste die vielen Einsatzkräfte, hob Bayerns Innenminister hervor. Davon gebe es im Freistaat 470 000. Das sei "einsame Spitze in Deutschland". Gerade dann, wenn eine Katastrophe ausbricht, setze der Bund auf das Ehrenamt, sagte de Maizière und sprach von einem "Zeichen des Vertrauens". In diesem Zusammenhang nahm er auch die Arbeitgeber, die die Freistellung der Hilfskräfte zu verantworten haben, in die Pflicht. Mehr denn je benötige man die ehrenamtlichen Helfer, so der Minister.

Zusage umgesetzt

Der Bund hat mit der Übergabe der Fahrzeuge seine Zusage aus dem im Jahre 2007 verabschiedeten Ausstattungskonzept weiter umgesetzt, heißt es aus dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das Konzept entspreche den Anforderungen an einen effektiven Zivil- und ergänzenden Katastrophenschutz. Ziel sei die schwerpunktmäßige Ergänzung des Katastrophenschutzes der Länder für sogenannte Sonderlagen, insbesondere den "CBRN-Gefahren" und einen Massenanfall von Verletzten. Der Bund unterstützt damit die Feuerwehren und Hilfsorganisationen in den Ländern mit moderner Fahrzeugtechnik.
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