Für Kicker und Korbleger

Am unteren Ende des Schwimmbadparkplatzes könnte ein Multifunktionssportplatz entstehen und damit in diesem Bereich ein kleines Freizeitzentrum schaffen. Parkplätze, die hier für die Schwimmbadbesucher wegfallen, könnten auf der Fläche des früheren Skaterparks ausgeglichen werden. Bild: ws
Lokales
Tirschenreuth
11.04.2015
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Ein schnelles Basketball-Match oder eine Runde Fußball für die Senioren-Kicker der Multifunktionssportplatz am Schwimmbad-Parkplatz muss nicht allein den Jungen vorbehalten bleiben. Bei der Idee hat sich aber der Jugendrat ins Zeug gelegt.

Zu den großen Projekten des Jugendrates der Kreisstadt gehört die Verwirklichung eines Multifunktionssportplatzes, auf dem allerlei Sportarten möglich sein sollen: Von Basketball und Handball bis hin zum Volleyball, Fußball freilich auch. Ein Kunstrasen sollte die Fläche auch für alle Zwecke bestens ausstatten. Doch noch muss das Projekt eine große Hürde nehmen. Denn für die Kosten von fast 100 000 Euro hat der Jugendrat noch keinen richtigen Plan.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung durfte Tobias Weiß als Sprecher des Jugendrates zusammen mit Sportbeauftragten Huberth Rosner die nächste Etappe der Vision des Multifunkionssportplatzes vorstellen. Im November vergangenen Jahres hatte der Jugendrat seinen Wunsch dem Stadtrat vorstellen dürfen. Am Dienstag konnte Tobias Weiß schon konkretere Pläne legen.

Mit Kunstrasen

Vor allem zum Standort haben sich die jungen Leute Gedanken gemacht. Eine Lage in Höhe des Spielplatzes am neuen Stadtteich wurde dabei verworfen. Gerade der schlechte Untergrund sei hier als Grund angeführt worden. Als geeigneter wird eine Fläche oberhalb der Asphaltstockbahn am Schwimmbad-Parkplatz erachtet. Die sieben bis zehn Parkplätze könnten durch die Nutzung des früheren Skaterplatzes ausgeglichen werden. Der neue Standort wäre zudem bestens zu erreichen. Bei der Ausstattung denkt der Jugendrat an Kunstrasen. Dieser Untergrund reduziere die Verletzungsgefahr, sei farbecht, weniger rutschig und vor allem witterungsbeständig. Dadurch könne der Platz nahezu das ganze Jahr genutzt werden. Nach den Vorstellungen der jungen Leute sollte der Platz auch mit einem Volleyballnetz bestückt werden, das bei Bedarf über den Platz gezogen wird. Billig ist das Projekt freilich nicht. Der Jugendrat hat hier nahezu 100 000 Euro errechnet.

Bei der Frage der Finanzierung hat auch der Sportbeauftragte der Stadt, Huberth Rosner, mit Erkundigungen eingeholt. An öffentlicher Förderung freilich sind die Möglichkeiten nicht so rosig. Aus dem Leader-Programm hofft Rosner auf Unterstützung, vielleicht auch durch die EU. Ein Schulterschluss mit Tschechien könnte hier helfen. Besonders hoffen Rosner und Weiß aber auf Hilfe von Firmen und Sponsoren. So könnten die Firmen den Platz durchaus mit in den "Betriebssport" einbeziehen. Einnahmen könnten auch über eine Bandenwerbung erfolgen. Bei 80 Quadratmetern zu je 50 Euro im Jahr würde hier eine Summe von 4000 Euro zusammenkommen. Damit wäre der Unterhalt der Anlage (rund 1700 Euro im Jahr) und später auch eine Erneuerung des Kunstrasens machbar. Bei der Sitzung am Dienstag wollte Bürgermeister Franz Stahl noch keine Abstimmung über das Projekt, allerdings ein positives Signal an die jungen Leute senden. Und das wollten alle Mitglieder des Gremiums gerne geben. "Der Jugendrat macht, was wir uns erhofft haben. Er trägt die Anliegen der jungen Menschen in den Stadtrat", freute sich Stahl über das Engagement. Und bei der Realisierung gab sich der Bürgermeister optimistisch: "In Tirschenreuth wurden schon immer Visionen umgesetzt"!

Erst 2016

Auf breiter Ebene wurde der Standort nahe dem neuen Skaterpark befürwortet. Damit werde ein Verbund an Sportmöglichkeiten geschaffen. Ein Signal gab das Gremium auch für eine finanzielle Beteiligung der Stadt, die natürlich Träger des Sportplatzes ist. In den aktuellen Haushalt freilich kann der Posten nicht mehr einfließen. Damit kann eine Realisierung frühestens 2016 erfolgen. Als nächste Schritte müssten nun der bautechnische Bereich und die Finanzierung geprüft werden.

Für Dr. Alfred Scheidler (CSU) wäre der Multifunktionssportplatz ein weiterer Punkt, um die Attraktivität der Stadt für die jungen Leute zu steigern. Dabei konnte sich Norbert Schuller durchaus auch Fußballspiele der Alten Herren dort vorstellen.
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