Geburtenzahl kann leicht zulegen - Bei gut einem Viertel der Neugeborenen ledige Mütter - ...
Der Nachwuchs ist wieder im Kommen

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Lokales
Tirschenreuth
26.10.2015
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Geburtenzahl rauf, Nichtehelichen-Quote rauf - das verrät die Geburtenstatistik 2014 für den Landkreis. Von allen 554 Neugeborenen waren die Mütter von 155 Kindern ledig. Damit liegt die Quote nichtehelich geborener Kinder aktuell bei 28,0 Prozent (Vorjahr: 27,0 Prozent). Bezogen auf ganz Bayern kletterte ihr Anteil minimal um 0,1 Prozent, wogegen die gesamte Geburtenzahl um 4,0 Prozent nach oben schnellte auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2001.

Die Standesbeamten meldeten von Januar bis Ende Dezember insgesamt 554 Neugeborene im Kreis Tirschenreuth: 287 Buben und 267 Mädchen. Im Vergleich zum Vorjahr waren das fünf Babys mehr (plus 0,9 Prozent). Bayernweit kletterte die Zahl auf rund 113 900 Neugeborene und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Jahr 2001 - damals wurden knapp 116 000 Kinder geboren. Im letzten kleinen "Babyboomjahr" 2001 kamen im Kreis Tirschenreuth 721 Kinder zur Welt. Zehn Jahre später freuten sich hier die Eltern von 506 Kindern über ihren Nachwuchs. Im Jahr 2012 registrierten die Standesbeamten 538 Geburten, im Folgejahr dann 549 und im vergangenen Jahr nun 554. Dabei galt für die Eltern von 399 Neugeborenen: Erst heiraten, dann Kinder kriegen.

Die anderen entschieden sich zwar für ein gemeinsames Kind, aber (fürs erste) gegen die Ehe. Benachteiligte dies früher die Väter, ist das seit 2013 passé, denn seitdem ist es Gesetz, dass sich beide Eltern ums Kind kümmern dürfen. Unverheiratete Väter können das volle Sorgerecht für ihre Kinder ausüben - notfalls auch gegen den Willen der Mutter.

Mit 155 nichtehelichen Neugeborenen liegt deren Quote bei uns aktuell bei 28,0 Prozent. Bayernweit fiel sie mit 27,1 Prozent etwas niedriger aus. Nur zum Vergleich: Im Jahr 2000 hatte dieser Anteil in Bayern noch bei unter einem Fünftel gelegen. Landesweiter Spitzenreiter war im Jahr 2014 übrigens die Stadt Hof mit einer Nichtehelichen-Quote von 40,3 Prozent, die geringste Quote wies der Kreis Eichstätt auf mit lediglich 17,6 Prozent nichtehelichen Neugeborenen. Blickt man über die Landesgrenze fällt auf, dass diese Quoten in den östlichen Bundesländern regelmäßig deutlich höher ausfallen. Im Schnitt haben dort 60 Prozent der Kinder eine ledige Mutter.
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