"Gegenwind Stiftland" im Dialog mit Ilse Aigner
Energiewende nur Sackgasse und Desaster

Lokales
Tirschenreuth
14.11.2014
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"Wir dürfen uns unsere existenziellen Grundlagen wie Landschaft, einzigartige Naturräume und den Frieden in den Dörfern und Städten nicht von einigen Profitgeiern zerstören lassen", forderte Albert Köstler, Vorsitzender der Bürgeraktion "Gegenwind Stiftland" beim Energiedialog mit Staatsministerin Ilse Aigner. Der ehemalige Bürgermeister von Neualbenreuth bat die Politik, "uns bei dieser Zielvorgabe zu unterstützen!"

Köstler verwies in München auf langjährige wirtschaftliche Nachteile in der Region und bedankte sich bei der Staatsregierung für die Unterstützung heimischer Betriebe. Hierzu zählte er auch die Tourismuswirtschaft mit dem Schwerpunkt "Gesundheit an Leib und Seele". Grundlagen hierzu seien die Heilwässer von Sibyllenbad, die Gesundheitsgastronomie mit Angeboten heimischer Produkte, beispielsweise Fisch aus dem Land der 1000 Teiche, Kultur und unzerstörte, natürlich erhaltene Landschaften.

Das Kloster Waldsassen, die Kapplkirche, die Landesgartenschau in Tirschenreuth, die Burg Falkenberg oder der Geschichtspark Bärnau zählte Köstler neben den Angeboten in der Bäderregion im nahen Böhmen zu den bau- und geistig-kulturellen Glanzlichtern in der Region. Deswegen habe Neualbenreuth auch einen Antrag als "Heilbad Bad Neualbenreuth" gestellt und unterstütze die Stadt Waldsassen mit dem Stiftland auf Anerkennung als Weltkulturerbe "Klosterlandschaft Waldsassen". Der Schwerpunkt all dieser Anträge liege auf dem Kriterium "besondere naturbelassene Landschaft". Diese Grundlage gerate mit dem Bau von Windkraftanlagen in Gefahr. So müsse der Ausbau der "Öko-Energien" neu überdacht werden.

"Wir fordern ein Moratorium gegen den Bau von weiteren Windkraftanlagen in unseren Kulturlandschaften und Wäldern!" war die einhellige Forderung der Bürgerinitiativen zur Energiewende in Bayern. Es bestehe keine Speichermöglichkeit des produzierten "Zappelstroms" und es könne kein konventionelles Kraftwerk ersetzt werden. Die Klimaschutzziele seien daher nicht zu erreichen.

Eine Energiewende in der derzeitigen Form sei eine ökonomische Sackgasse, ein landeskulturell und ökologisches Desaster und vernichte Eigentum durch Wertminderung von Immobilien. Als überlegenswerte Alternativen würden sich Energieeinsparung, Energieeffizienz, Parabolrinnentechnik oder Holzgastechnik, Energieleitplanung durch Kommunen oder Planungsverbände nach Zielgrößenvorgaben der Politik anbieten.
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