Geocaching begeistert Mädchen und Buben des Caritas-Horts
Kinder im Schatzfieber

Großen Spaß hatten die Mädchen und Buben des Caritas-Kinderhorts bei einer spannenden Schatzsuche. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
06.08.2015
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Kurz vor den Sommerferien begaben sich über 20 Kinder des Caritas-Kinderhorts Tirschenreuth auf große Schatzsuche. Der Elternbeirat hatte dafür extra einen Multi-Cache in Tirschenreuth installiert und eine große Schatzkiste im Wald versteckt. Angelehnt wurde der Cache an das beliebte Kinderbuch "Die Olchis räumen auf" von Erhard Dietl. Dabei geht es um kleine Wesen, die nichts lieber tun, als Müll zu vertilgen.

Die Vorbereitungen hatten mehrere Wochen gedauert. Die Hort-Belegschaft las mit den Kindern gemeinsam die Geschichte und machte sie sozusagen "Olchi-fit". Die Väter Thomas Haberkorn und Markus Brunner organisierten Utensilien, bastelten Hinweise und bereiteten die Cache-Suche bis ins Detail vor.

Los ging es schließlich auf dem Schulhof der Marien-Grundschule in Tirschenreuth. Die Kinder wurden in vier Gruppen eingeteilt und mussten sich mit einer Schatzkarte und einem selbstgebastelten Kompass den richtigen Weg zum ersten Hinweis bahnen. Sie suchten hinter Büschen, im Gras und in Steinritzen. "Gefunden!", riefen plötzlich die Kinder. "Sehr gut!", bemerkten dazu sich die beiden "Owner" erfreut. In der gefundenen, wasserdicht verschlossenen Dose verbarg sich der Hinweis zum nächsten Wegpunkt.

Müll aufgesammelt

Die circa zwei Kilometer lange Runde führte über das FSV-Gelände zum OWV-Heim. Auf der gesamten Strecke sammelten die Kinder viele Hinweise und lösten die gestellten Rätsel mit viel Elan und Geduld. Auch Müll wurde dabei aufgesammelt und mit zum Zielort genommen. Viel Abfall fanden die Kinder jedoch nicht. "Tirschenreuth ist eine sehr saubere Stadt", stellte Markus Brunner fest. "Viel gibt es hier für unsere Kinder nicht zu tun. Ein dickes Lob an die Mitarbeiter der Stadt Tirschenreuth!"

Die Kinder waren mit großem Eifer dabei, rannten teilweise schon los, ohne die Koordinaten ins GPS-Gerät eingegeben zu haben. "Das Gerät sagt, ich muss noch 5000 Kilometer laufen", wunderte sich ein Teilnehmer. "Da würdest du bis ans Ende der Welt kommen!", entgegnete Brunner und half bei der korrekten Bedienung des GPS-Gerätes.

"Geocaching ist ein Riesenspaß. Man entdeckt Ecken, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat", erklärte Thomas Haberkorn und führte die Kinder zur Unterführung der B 15. Dort fanden sie eine kleine Dose mit einer Türklingel. Sie setzten die vorher gefundene Batterie ein und drückten. "Da klingelt doch was!", rief ein Mädchen mit großen Augen. Und schon wenige Augenblicke später hielt sie das nächste Rätsel in der Hand. Sofort wurde damit begonnen, die richtigen Antworten zu finden. Diesmal führten die Koordinaten zu einem Altkleidercontainer mit dem nächsten Hinweis.

Nachdem alle Hinweise und alle Fragen und Rätsel richtig gelöst waren, ging es ein letztes Mal mit Hilfe der satellitenunterstützen Geräte zum großen Finale. Eine riesige, mit Ketten und Schrauben verschlossene Dose wartete auf die Kinder. Joel Croz machte sich sofort ans Werk und öffnete stellvertretend für alle Beteiligten den gut gefüllten Schatz. Jedes Kind erhielt ein kleines Geschenkpaket mit Vogelhäuschen zum Selberbasteln, Freikarten für das Tirschenreuther Freibad und Gutscheine für ein kühles Eis. Die Freikarten hatte Bürgermeister Franz Stahl bereitgestellt, die Eisgutscheine hatte eine örtliche Pizzeria spendiert.

Abschiedsgeschenke

Die Betreiber des OWV-Heims versorgten die Kinder und Eltern mit Steaks, Bratwürsten und gekühlten Getränken. Wie jedes Jahr verabschiedete Hort-Leiterin Christine Burkhard die Kinder, die im nächsten Schuljahr den Hort nicht mehr besuchen und überreichte kleine Abschiedsgeschenke. Dabei floss sogar die eine oder andere Träne.
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