Gespräche mit Kranken und Alten

Was "Frauenbund" bedeutet, wurde nicht nur buchstabiert, sondern in Worte gefasst. Der katholische Verein ist sehr vielseitig - die Frauen bringen sich ein, wo es nötig ist, sind vielseitig interessiert und talentiert. Bild: wg
Lokales
Tirschenreuth
27.04.2015
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Sie fertigen Handarbeiten für Weihnachtsmärkte und binden Palmbüschel. Mit den Verkaufserlösen werden dann schon mal Briketts für eine Asylbewerberfamilie gekauft: Die Damen des Frauenbundes sind sehr aktiv.

Im großen Pfarrsaal des Pfarrzentrums war Vorsitzende Olga Luft erfreut über den sehr guten Besuch der Jahreshauptversammlung. "Wir sind aufgerufen, auf die Leute zuzugehen - und wenn man aus der Vordertür hinaus geworfen wird, gibt es auch noch eine Hintertür", erinnerte sich Olga Luft an einen Ausspruch von Pfarrer Georg Maria Witt. "Was macht den Frauenbund auch im Jahr 2015 aus", fragte die Vorsitzende. Die Antwort darauf, ob der kirchliche Verein noch auf dem richtigen Weg ist, wurde gleich gegeben. Der Verein engagiert sich kirchlich, religiös und menschlich: "F" steht für den Zusammenschluss von Frauen, um ihre Interessen zu vertreten; "R" bedeute Raum für Entfaltung geben; "A" Arbeit auf allen Ebenen; "U" für Unternehmungen vielfältiger Art; "E" für Erinnerungen an Frauen, die zur Gemeinschaft gehörten und segensreich wirkten; "N" für neue Mitglieder; "B" für Brücken bauen; "U" für unbezahlbar, für die vielen ehrenamtlichen Dienste; "N" für Nähe und Geborgenheit und "D" für Dank an Gott.

Dass die Frauen noch immer auf dem richtigen Weg sind, zeigte auch der umfangreiche Jahresbericht. Von den derzeit 259 Mitgliedern sind rund 130 "aktiv". Sie fahren Essen aus für den Elisabethenverein, arbeiten kostenlos im "Eine Welt-Laden" oder machen Kranken-, Krankenhaus- und Altenheimbesuche. "Das ist alles nicht selbstverständlich - hier wird viel Freizeit hergegeben."

Stricken und Einkehrtag

Ab Mai gibt es wieder das "Strick-Cafe". Das Fronleichnamsfest wird organisiert, der Altar geschmückt und Blumenteppiche gelegt. Um fit zu bleiben, gibt es seit drei Jahren Nordic Walking und Fahrrad fahren. Der Einkehrtag in Johannisthal gehört ebenso dazu wie Ausflüge - als Nächstes geht es bei der Muttertagsfahrt nach Speinshart. "Die Frauen bringen sich in die Gesellschaft ein, schmücken die Brücke in der Nähe der Marien-Apotheke mit Blumen, unternehmen Studienfahrten, um andere Glaubensrichtungen kennen zu lernen (Muslime in Penzberg, Synagoge in München)", berichtete Olga Luft. Beim Besuch der Gartenschau in Deggendorf seien 1000 Euro Spende für die Hochwassergeschädigten überreicht worden. "Als sozialer Verband geben wir fast alle unsere Einnahmen weiter, wir freuen uns, wenn wir Gutes tun können."

Der Kassenbericht von Anneliese Müller war sehr umfangreich. Zur 100-Jahrfeier wollte man eigentlich sparen, aber es kam anders - und wegen der stattlichen Spenden in Höhe von 3000 Euro wurde 2014 ein negatives Ergebnis eingefahren. Gespendet wurden 1300 Euro für die Hochwasseropfer, 350 Euro für die Flüchtlingshilfe, rund 360 Euro für "Familie in Not", aber auch für die Mutter- und Kind-Gruppe, die Feste in den Altenheimen und für eine Asylbewerberfamilie. Der Förderverein Fischhof wird mit dem Jahresbeitrag unterstützt. (Bericht über Ehrungen folgt).
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