"Gesund und fit durchs erste Lebensjahr": Workshop für junge Eltern
Kreuzbewegungen vernetzen Gehirnhälften

Monika Haas-Lehner (links) gab wertvolle Tipps, wie Eltern den natürlichen Bewegungsdrang der Babys unterstützen können. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
21.02.2015
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Mit einem Sing- und Bewegungsspiel für Mutter und Baby startete Monika Haas-Lehner den dritten Tag der Kursreihe "Gesund und fit durchs erste Lebensjahr", die vom Netzwerk Junge Eltern/Familie veranstaltet wurde. 13 Eltern informierten sich über altersgerechte Bewegung und Hilfestellungen zur aktiven Bewegung der Babys.

Die Bewegungs-Referentin ist ausgebildete Physiotherapeutin und Motopädin und gab wertvolle Tipps wie Eltern den natürlichen Bewegungsdrang der Babys unterstützen können. In Gesang und Bewegung setzten die Mütter diese Hilfestellungen mit ihren Babys sofort um.

Lieder und Fingerspiele

"Kinder saugen mit allen Sinnen auf, was um sie herum geschieht." Jeder Reiz, den die Kleinsten über ihre Sinne erführen, gebe den Kindern Impulse für die Gehirnentwicklung. Kinderlieder und Fingerspiele zum Beispiel förderten die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Konzentration der Babys. Die Klassiker unter den Kinderliedern wie etwa . "Hoppe Hoppe Reiter" oder das "Schifflein-Lied" wurden von den Müttern und ihren Babys voller Begeisterung drchgeführt. Bringen Sie Bewegung in den Alltag ihres Babys" betonte Haas-Lehner. Durch einfaches Schaukeln im Arm, das Mütter instinktiv machen, schaukeln in einer Decke oder tragen im Tragetuch gehen Reize an das Gleichgewichtsorgan im Ohr des Kindes über. "Ihre Kinder stehen später sicherer auf beiden Beinen. Sie plumpsen nicht gleich wieder um oder holen sich eine Beule oder blaue Flecken."

Rechter Fuß, linker Arm

"Lassen Sie ihre Kinder aber auch Krabbeln" forderte sie die Mütter auf. "Sie erlernen dadurch gegengleiche Bewegungen, wie zum Beispiel den rechten Fuß und den linken Arm gleichzeitig zu bewegen." Durch diese Kreuzbewegungen würden die Gehirnhälften vernetzt, was für die späteren kognitiven Fähigkeiten und die Gehirnleistung ganz entscheidend wäre. Je weniger Bewegungsmöglichkeiten Kinder haben, umso größer ist die Gefahr, dass sie sich ungeschickt bewegen und beispielsweise öfter stürzen. "Hindern sie deshalb ihre Kinder nicht an ihrem natürlichen Bewegungsdrang, sondern lassen sie sich entwickeln", appellierte Haas-Lehner. Eine Fortführung der Kursreihe für das Lebensalter 1 bis 3 Jahre wird im März in Tirschenreuth angeboten.

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Weitere Informationen und Anmeldung:

http://www.aelf-ti.bayern.de/ernaehrung
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