Gewerkschaft nimmt Gebäudereiniger ins Visier
Zoll soll strenger kontrollieren

Aufdecken, wer Löhne und Sozialabgaben prellt - das ist die Aufgabe der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Zoll. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
20.08.2015
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Der Zoll soll einen strengeren Blick darauf werfen, ob im Kreis Tirschenreuth "sauber geputzt" wird. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG Bau Oberpfalz. Lediglich 41 Kontrollen habe es im vergangenen Jahr im gesamten Bezirk des Hauptzollamtes Regensburg gegeben. Insgesamt habe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in der Region allerdings 2189 Kontrollen durchgeführt, so die Gewerkschaft.

Stefan Königsberger, Bezirkschef der IG Bau hat es besonders auf die speziellen Mindestlöhne abgesehen: "Keine Reinigungskraft, die Büros sauber macht, darf unter 9,55 Euro pro Stunde verdienen. Und kein Fensterputzer darf mit einem Stundenlohn von unter 12,65 Euro nach Hause gehen", so Königsberger.

Die Gewerkschaft fordert mehr Kontrolleure. "Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit macht einen wichtigen Job. Dafür braucht sie aber auch ausreichend Personal." Durch Kontrollen werde der "Wildwuchs" offensichtlich: Die Beamten registrierten im vergangenen Jahr rund 113 400 Euro nicht gezahlter Sozialabgaben. "Das ist Geld, das den Renten-, Kranken- und Pflegekassen fehlt. Ebenso der Arbeitslosenversicherung", macht Königsberger deutlich.

Königsberger appelliert an den Zoll, bei Kontrollen "nicht nur die Arbeitszeiten nach Papierlage zu prüfen", sondern auch konkret nachzufassen, wie viele Stunden tatsächlich bezahlt und unbezahlt an Mehrarbeit geleistet werden.
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