Greening-Flächen dürfen im Landkreis wegen anhaltender Trockenheit zur Futtergewinnung genutzt werden

Greening-Flächen dürfen im Landkreis wegen anhaltender Trockenheit zur Futtergewinnung genutzt werden (tr) Ein Blühstreifen der seinem Namen alle Ehre macht, erstreckt sich entlang des großen Maisfeldes, das sich in Richtung Mähring an der Abzweigung nach Wondreb bis hinauf zum Wald erstreckt. Mais-Monokulturen bieten nichts, was Insekten, wie zum Beispiel Bienen, als Nahrung dient. Um das weite Feld der Zuschüsse vollständig beackern zu können, sind Landwirte seit heuer verpflichtet, "Greening-Maßnahme
Lokales
Tirschenreuth
18.07.2015
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Ein Blühstreifen der seinem Namen alle Ehre macht, erstreckt sich entlang des großen Maisfeldes, das sich in Richtung Mähring an der Abzweigung nach Wondreb bis hinauf zum Wald erstreckt. Mais-Monokulturen bieten nichts, was Insekten, wie zum Beispiel Bienen, als Nahrung dient. Um das weite Feld der Zuschüsse vollständig beackern zu können, sind Landwirte seit heuer verpflichtet, "Greening-Maßnahmen" durchzuführen. Das EU-Recht verlangt, dass die Betriebe fünf Prozent ihrer Ackerflächen als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) bereitstellen. Die müssen im Interesse des Umweltschutzes genutzt werden. Etwa zum Erhalt von Hecken oder als Pufferstreifen zu Gewässern. Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Blühstreifen entlang von Feldrändern. Der "Zeidlbauer" Peter Schrems hat sich als "Greening-Maßnahme" die Einrahmung seines großen Maisfeldes ausgesucht. Auf stolzen 8, zum Waldrand hin sogar 10 Metern Breite gedeihen die Wildfrüchte, die neben Insektennahrung auch Deckungsflächen für Hase oder Igel liefern. Die EU schränkt die Greening-Verordnung in der Weise ein, dass in Notsituationen die Landwirte die Pflanzen auf Greeningflächen ausnahmsweise auch zur Futtergewinnung nutzen dürfen. Eine solche Notsituation sei derzeit im Landkreis Tirschenreuth durch erhebliche Trockenschäden gegeben. Die Ausnahmesituation sei laut dem Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Wolfgang Wenisch dann gegeben, wenn die Niederschläge zwischen April und 12. Juli um mindestens 50 Prozent unter dem dreijährigen Durchschnittswert lägen. Die Messstation in Konnersreuth bei Schönficht lieferte in dem Zeitraum einen Wert von exakt minus Prozent (133 Millimeter Niederschlag zu 267 Millimeter). Wenisch ist selbst über die Ausnahmegenehmigung verwundert. Bisher gäbe es im Landkreis kaum Anzeichen für übermäßige Trockenheit. "Da haben wir schon schlimmere Jahre erlebt". Um Futterengpässe bei viehhaltenden Betrieben zu lindern, haben die Landwirte nun die Möglichkeit, den Aufwuchs von Stilllegungsflächen und Feldern, die als ÖVF beantragt wurden als Futter zu nutzen. Die gewünschte Nutzung ist beim Amt schriftlich anzuzeigen und darf zu keiner höheren Beihilfe führen. Die weiteren Auflagen der ÖVF, wie Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngung und Pflanzenschutzmittel, sind einzuhalten. Bild: Grüner
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