Große Pläne vorerst begraben

Die Idee, auf dem SMCS-Areal ein neues Behörden- und Dienstleistungzentrum zu errichten, ist vorerst gestorben. Die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter können ein Mietpreis für neue Räumlichkeiten nicht aufbringen. Die Stadt hat die Gebäude dennoch erworben und plant auch den Abriss der alten Fabrik. Der soll im kommenden Jahr erfolgen. Bild: Schirmer
Lokales
Tirschenreuth
06.10.2015
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Lang ist die Liste der Bauvorhaben in der Kreisstadt. Obenan stehen Mittelschule und Feuerwehrhaus. Mit dem Neubau anstelle der alten SMCS-Fabrik wird es aber wohl nichts werden.

Im Februar dieses Jahres hatte Bürgermeister Franz Stahl große Pläne mitgeteilt: Auf dem Gelände der früheren SMCS-Porzellanfabrik soll ein Neubau für ein Behörden- und Dienstleistungszentrum entstehen. Damit wollte die Stadt auch der Agentur für Arbeit sowie dem Jobcenter adäquate Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Doch das Vorhaben scheitert wohl an finanziellen Engpässen. Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag berichtete Franz Stahl vom aktuellen Stand des Vorhabens. Dabei hätte die Stadt den ersten Schritt bereits unternommen und das alte Fabrikgebäude an der Falkenberger Straße erworben. Rund 250 000 Euro hat die Stadt für das 7800 Quadratmeter große Areal ausgeben.

Mit dem Neubau, der zusammen mit der Kewog errichtet werden sollte, freilich wird es nichts. Gerade dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit sollten mit dem Vorhaben moderne Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Doch die Behörden haben beim Mietpreis keinen Spielraum. "Die zahlen zwischen 6,50 und 6,70 Euro pro Quadratmeter", wusste Stahl. Einen Spielraum nach oben, der bei einem Neubau erforderlich wäre, gebe es nicht. Da hätten auch intensive Verhandlungen nichts gebracht. Trotz weiterer Aufgaben, etwa für die Flüchtlinge, müssten sich die Behörden sogar noch auf Mittelkürzungen einstellen.

Mit dem Neubau hätte die Stadt auch den Standort der Behörden sichern wollen, erläuterte Stahl. Einen Abzug werde es wohl nicht geben. So werde die Kewog als Vermieter der bisherigen Räume verschiedene Sanierungsmaßnahmen vornehmen, berichtete der Bürgermeister.

Mit dem Erwerb sichert sich die Stadt das interessante Gelände an der Falkenberger Straße. Der Kauf umfasst den Bereich auf dem das Fabrikgelände steht, nicht die gegenüberliegende Fläche. Und auch am nächsten Schritt, dem Abbruch, will die Stadt festhalten, informierte der Bürgermeister. So soll jetzt ein Abbruchkonzept erstellt werden und dann die Ausschreibung erfolgen. Der Abbruch erfolgt im nächsten Jahr. Und dann würden bestimmt auch Leute mit Ideen kommen, hofft Stahl auf künftige Nutzungsmöglichkeiten.
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