Gymnasiasten begleiten ein Jahr lang die Menschen im Asylbewerberheim und sensibilisieren die ...
Begegnung mit einer anderen Wirklichkeit

In lockerer Atmosphäre tauschten sich die Besucher des Infoabends im Stiftland-Gymnasium über die rechtlichen und sozialen Aspekte der Asylbewerber in Tirschenreuth aus. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
13.01.2015
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"Love it, leave it, change it" - unter diesem Motto hatte das P-Seminar "Asyl in Tirschenreuth" unter der Leitung von Matthias Schmidkonz zum Kulturaustausch mit Asylsuchenden aus fünf Nationen in lockerer Atmosphäre in die Aula des Stiftland-Gymnasiums eingeladen.

Was hat die Menschen dazu veranlasst, ihre Heimat zu verlassen? Wie finden sie sich mit ihrem neuen Leben zurecht, welche Probleme gibt es, welche Hoffnungen für die Zukunft haben sie? Und was können die Tirschenreuther tun, damit die Aufnahme in der Gemeinde gelingt? Darüber diskutierten die Anwesenden.

Seit zehn Jahren bereits gibt es die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Tirschenreuth. Das war der Anlass für das P-Seminar, sich über ein Jahr lang über die aktuelle Situation zu informieren und die Thematik auch Außenstehenden am Tirschenreuther Bürgerfest, dem schulinternen Projekttag und dem Schulfest näherzubringen. Auch ein gemeinsames Fußballspiel zwischen Schülern und Asylsuchenden gehörte mit dazu. Bei diesen Begegnungen stellten die Gymnasiasten fest, wie wichtig der direkte Kontakt mit den Asylanten ist. Hier erleben sie Normalität, werden als "Menschen wie du und ich" wahrgenommen und vergessen den Alltag im Heim. Neben Familien und Freunden nahmen sich auch stellvertretender Landrat, Dr. Alfred Scheidler, 2. Bürgermeister Peter Gold, Annemarie Flögel, und Julia Zeitler vom Arbeitskreis Asyl der Caritas ein paar Stunden Zeit, um in interessanten Gesprächen mehr voneinander zu erfahren und Kultur-Barrieren abzubauen.

Menschen aus Äthiopien, Afghanistan, Aserbaidschan, Iran und Weißrussland sprachen über die Situation in ihrer Heimat, schilderten ihre persönlichen Motive für ihre Flucht nach Deutschland und ihre Wünsche für die Zukunft.

Tische mit landesspezifischen Informationen und Symbolen dienten als Gesprächsanstöße, lieferten den nötigen Diskussionsstoff und warfen Fragen auf. Neben den angeregten Unterhaltungen informierten Plakate und Präsentationen über das Thema Asyl und demonstrierten das bisherige Wirken des Seminars.
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