Halben Euro mehr für Badespaß

Lokales
Tirschenreuth
27.11.2014
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Den Badespaß wird die Erhöhung nicht trüben. Ab der neuen Saison steigt die Gebühr für Erwachsene von 2,50 auf 3 Euro.

Dabei hat sich die Kreisstadt beim Sommervergnügen "Freibad" lange Zeit zurückgehalten. Denn seit zehn Jahren sind die Eintrittspreise unverändert. Nicht so zurückhaltend war man freilich bei der Instandhaltung des Freibades. Immer wieder sind Neuerungen erfolgt, ebenso Aufwendungen für den laufenden Betrieb. Jetzt hat der Stadtrat bei den Eintrittspreisen nachgezogen. So wird Erwachsenen künftig der Badbesuch drei Euro kosten. Ab 17 Uhr werden für den Aufenthalt 1,50 (bislang 1,30) Euro fällig. Die Eintrittspreise für Kinder steigen von 1,30 auf 1,50 Euro.

Günstige Saisonkarten

Weiterhin günstig baden die Benutzer mit den Punkte- oder Saisonkarten. So kostet etwa die Zehnerkarte künftig 13,50 (bisher 11) Euro und die 20er-Karte 20 Euro. Für den einmaligen Eintritt ins Bad werden zwei Punkte fällig. Keine Sorgen brauchen die Freibad-Fans haben, die noch über "alte" Punkte aus diesem Jahr verfügen. Die behalten weiterhin ihre Gültigkeit, versichert Stadtwerke-Chef Peter Fröhlich. Und auch hier werden nur zwei Punkte für den Eintritt fällig.

Die wohl günstigste Variante bleiben freilich die Saisonkarten. So wird für die Familienkarte künftig ein Betrag von 92 Euro fällig, bislang wurden 77 Euro verlangt. Die Einzelsaisonkarte kostet neu 54 (bislang 45) Euro. Ermäßigt, etwa für Schüler oder Studenten, kostet diese Karte 27 (bislang 22,50) Euro. Bürgermeister Franz Stahl verwies darauf, dass Tirschenreuth auch nach dieser Anhebung noch durchaus günstige Eintrittspreise vorweisen kann. So werden bayernweit durchschnittlich 3,55 (für Kinder 2,18) Euro für den Besuch eines Freibades fällig. Der Freibadeintritt in Mitterteich kostet 2,70 Euro, in Waldsassen drei Euro. Der Stadtrat genehmigte die Anhebung der Preise einstimmig.

Wohnblock nicht gefragt

Bei der Sitzung beschäftigte sich das Gremium mit verschiedenen Bebauungsplänen. So etwa für den Bereich "Östlich der Regensburger Straße". Dort wäre bei der Bebauung am Büttellochweg eigentlich noch ein weiterer Wohnblock vorgesehen. Laut Kewog fehlt es hier an Nachfrage, wohl aber für Einfamilienhäuser. Deshalb soll die Fläche jetzt für diese Bauform geändert werden.

Einwände der Anwohner konnte der Stadtrat nicht teilen. So wird gerade durch die geplante Garagenzufahrt eine Beeinträchtigung befürchtet. Um hier eine klare Aussage zu erhalten, hatte die Stadt sogar ein Gutachten in Auftrag gegeben. Und auch der Fachmann hat die Lärmsorge zurückgewiesen. Nachdem bislang ein Wohnanlage vorgesehen ist, sieht auch Peter Gold (CSU) in der Änderung eine Verbesserung für die Nachbarn. Einverstanden war das Gremium, im Bereich am Mitterweg das Gewerbegebiet in ein Mischgebiet umzuwandeln. Damit wird der Wunsch nach einer Wohnbebauung erfüllt. Der Plan wird jetzt nochmals ausgelegt. Ende Januar soll das Verfahren dann abgeschlossen sein.

Geld für "Leben+"

Unterstützung findet das BRK-Projekt "Leben+" durch die Kreisstadt. Der Stadtrat billigte die Mitgliedschaft bei diesem Vorhaben und setzt dafür im Jahr 5000 Euro ein. Das Engagement ist allerdings auf das kommende Jahr beschränkt. Bis dahin soll sich zeigen, ob das Projekt auch entsprechenden Zuspruch findet. "Leben+" bietet die Vermittlung von Hilfsangeboten oder Serviceeinrichtungen an. Wer in den Verteiler will, muss an das Rote Kreuz Gebühren entrichten. Gegen eine Unterstützung stimmten die Freien Wähler sowie Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) und Florian Busl (SPD).
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