Handelsweg wird Touristen-Pfad

Bildhauer Herbert Lankl aus Thanhausen ist einer, der den Autoren unterwegs aufgefallen ist. Bild: Strau
Lokales
Tirschenreuth
13.11.2015
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Die vergessene "Goldene Straße" wird mit einer gleichnamigen Ausstellung wiederentdeckt. Aus über 2000 Fotos, die der Fotograf Thomas Strau für das Magazin "Servus in Stadt und Land" fotografierte, sind 24 aus der Region zu bestaunen.

Noch bis Montag, 23. November sind im Schalterraum der Sparkasse die großformatigen Bilder präsentiert. Die Fotografien sind entlang der "Goldenen Straße" entstanden und zeigen Landschaften und Leute aus dem Raum Stiftland und aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab.

Wichtige Handelsstraße

Die sogenannte "Goldene Straße" war eine der wichtigsten Handelsstraßen des Mittelalters und führte 93 Kilometer durch die Oberpfalz. Thomas Strau folgte zusammen mit dem in Weiden gebürtigen Autor Martin Fraas deren Verlauf. Auf ihrer Reise für das Magazin "Servus in Stadt und Land" entdeckten sie eindrucksvolle Spuren der Vergangenheit, interessante Menschen und faszinierende Landschaften.

Einzigartige Präsentation

Unterwegs entstanden mehr als 2000 Fotos. In der bayerischen Juli-Ausgabe war der Reisebericht auf 12 Seiten abgedruckt. Die schönsten Aufnahmen zieren jetzt die Stellwände in der Bank. Bei der Vernissage sprach Landrat Wolfgang Lippert von einer einzigartigen Präsentation.

Freilich habe sich die Funktion der Trasse grundlegend verändert, die Menschen, die entlang des ehemaligen Handelsweges lebten, die Landschaft selbst hingegen nur wenig. Unter anderem sei es dem Geschichtspark und dem Verein Via Carolina zu verdanken, dass die Straße jetzt touristisch eine bedeutende Rolle in der Region spiele.

Bürgermeister Franz Stahl, bezeichnete die Trasse als die erste Magistrale zwischen den Metropolen. Dass sie durch unsere Region führte erfülle heute noch mit Stolz. Ein Aspekt, der durch die Ausstellung wieder ins Bewusstsein zurückkehre. Die stellvertretende Chefredakteurin des Magazins, Christl Rauner, freute sich dass die Bank die Wanderausstellung in der Kreisstadt zeigt.

Jedes einzelne Foto sei eine Liebeserklärung an die Oberpfalz, jedes Bild erzähle Geschichten von Menschen, die hier leben. Jedes Bild zeige Menschen, die stolz auf ihre Heimat seien. In Sachen Eigenwerbung sagte Rauner, dass das Magazin dafür stehe, "die Wunder unserer Heimat direkt vor der Haustüre zu entdecken". Der Vorsitzende des Fördervereins "Goldene Straße", Rainer Christoph, beleuchtete die Trasse in Einzelheiten in einem kurzen Referat.

Zahlreiche Spuren

Die "Goldene Straße" sei eng mit der Person Kaisers Karl IV. verknüpft. Er wurde 1316 in Prag geboren und hat auch in der nördlichen Oberpfalz Spuren hinterlassen. Am 1. Januar 2017 wird die Straße 650 Jahre alt. Damals beurkundete Karl IV. in Heidingsfeld bei Würzburg, dass die böhmischen Könige den Weg für ihren Handel nutzen müssen.
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