Handwerk denkt in Generationen

Lokales
Tirschenreuth
12.09.2015
1
0

Auch wenn Fachkräfte händeringend gesucht werden, das Handwerk verspricht nach wie vor "Goldenen Boden". Vor allem, wenn die Qualität meisterhaft ist.

Die kleinste Gemeinde im Landkreis stellte beim Meister-Empfang im Landratsamt die stärkste Abordnung. Gleich sechs junge Männer aus Leonberg zeichneten Landrat Wolfgang Lippert und Handwerkskamm als frisch gebackene Meister, Techniker und Betriebswirt aus. Da war Bürgermeister Johann Burger mächtig stolz.

Gutschein für Sibyllenbad

Insgesamt wurden 41 junge Damen und Herren geehrt. Ihr Lohn waren ein Gutschein für das Sibyllenbad sowie viel Anerkennung und lobende Worte. "Es ist mir sehr wichtig, dass ich unseren neuen Meistern persönlich gratulieren kann", nannte Landrat Wolfgang Lippert den Grund für den Empfang.

Mit der erreichten Auszeichnung sah der Landrat eine hohe Qualifikation für jeden Einzelnen in seinem jeweiligen Berufsstand gegeben. "Sie haben den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft gelegt. Ich bin überzeugt, das Handwerk hat weiter Goldenen Boden." Mit Blick auf die Liste der zu Ehrenden sprach Lippert von einem bunten Querschnitt der Berufe.

"Sie haben viel gelernt und wollen jetzt Verantwortung übernehmen. Sie sind jetzt Stützen unseres Handwerks", sparte der Landrat nicht mit Lob. Sein Dank galt den Handwerksbetrieben. "Hier wird nicht in Quartalen, sondern in Generationen gedacht." Gerade die Qualität sei ein Markenzeichen des Handwerks und hier ganz speziell der heimischen Betriebe. "Sie sind es, die viele Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort zur Verfügung stellen."

Die Menschen in der Region hätten Vertrauen ins Handwerk. "Sie können gelassen den Herausforderungen der Zukunft entgegensehen." Die neuen Meister bat er, ihr Wissen und Können an den Nachwuchs weiterzugeben. "Geben sie den jungen Leuten eine Chance und bieten ihnen echte Perspektiven." Das Handwerk allgemein bat er weiter ein verlässlicher Partner zu sein. Das Gründerzentrum Waldsassen nannte er einen verlässlichen Partner für die jungen Meister, vor allem wenn es um Betriebsgründungen geht. "Scheuen sie sich nicht, Geschäftsführer Manfred Dietrich anzusprechen und seine Hilfe in Anspruch zu nehmen." Abschließend wünschte der Landrat weiter Entschlossenheit, Tatkraft und Zuversicht für die kommenden Aufgaben.

Bestens gerüstet

Handwerkspräsident Dr. Georg Haber war es ein persönliches Bedürfnis, den jungen Menschen zu ihrem beruflichen Erfolg zu gratulieren. "Sie haben es geschafft. Seien sie stolz auf ihre geleistete Arbeit". Die erfolgreichen Meister hielten ein Prädikat in den Händen, das sie als Spitzenfachkraft im Handwerk auszeichne. "Ihnen steht die berufliche Tür für ihre Karriere ganz weit offen. Sie sind für die Zukunft bestens gerüstet."

Dr. Haber zeigte sich überzeugt, dass die neuen Meister ein Gewinn für die Region und deren Wirtschaft sind. Gerade in Zeiten der Globalisierung werde die Heimat ein immer bedeutenderer Ort. Der Präsident brach auch eine Lanze für den Ländlichen Raum. "Hier wird fast die Hälfte der bayerischen Wirtschaftskraft erzeugt. Und es gibt hier noch ein ganz besonderes Lebensgefühl."

Besondere Verantwortung

Hier habe der Mittelstand eine ganz besondere Verantwortung. "Er schafft Arbeitsplätze fernab der Ballungszentren. Die Menschen in der Heimat brauchen verlässliche Perspektiven." Da sah der Sprecher auch die Politik gefordert. Dr. Haber setzte sich für gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse ein.

"Schaffen wir dazu die Voraussetzungen." Gerade die Dörfer und Kleinstädte hätten ihre eigene Identität. Jeder Ort versprühe seinen ganz eigenen Charme. "Tragen wir dazu bei, dass unsere Heimat lebens- und liebenswert bleibt." Die jungen Meister bat er: "Beflügeln sie die heimatliche Wirtschaft. Seien sie mutig und bestreiten sie neue Wege."
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.