Heißer die Kassen nicht klingeln

Einen Besucherrekord nach dem anderen zählten in diesem Bilderbuch-Sommer die Freibäder in der Region. Wie hier in Mitterteich war an den heißen Tagen kaum noch ein freies Plätzchen im Becken zu finden. Bild: jr
Lokales
Tirschenreuth
08.09.2015
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Fragt man die Freibad-Betreiber des Landkreises nach ihrer Saison, hört man nur einstimmige Begeisterung. Der Jahrhundert-Sommer und die Hitzewelle im Juli und August haben den Verantwortlichen volle Liegewiesen und klingelnde Kassen beschert.

Heiß, heißer, Sommer 2015: Was für viele Landwirte zum Problem wurde, war für die meisten Bürger mehr Segen als Fluch. Volle Freibäder, überfüllte Liegewiesen, lachende Kinder und spritzendes Wasser: Diesen Sommer kamen auch Nicht-Urlauber auf ihre Kosten - und zwar daheim.

Das Mitterteicher Freibad, hat offiziell noch bis Sonntag, 13. September, geöffnet, danach schließt auch es seine Tore. Fragt man Wasserwachtsleiter Stefan Pelz, wie die bisherige Saison gelaufen ist, schwärmt er nur: "Einfach fantastisch. Wir hatten ja sowohl den ganzen Juli als auch den ganzen August durchgehend super Wetter." Sonnenschein und heiße Temperaturen lockten die Mitterteicher ins Freibad. "Derzeit haben wir 49 500 Besucher zu verzeichnen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir bis zur Winterpause die 50 000 knacken werden."

Dank des Jahrhundert-Sommers gab es auch ein neues Highlight: "Die Freibad-Nacht war ein voller Erfolg. Bei guter Musik konnten die rund 200 Besucher bis 23 Uhr schwimmen", so Pelz. Auch war das Freibad dieses Jahr Schauplatz für zwei Aktionen des Ferienprogrammes: Beim "Schnupper-Tauchen" und der "Wasserolympiade" stürmten die Kinder die Becken.

Ein tolles Jahr

Eine ähnlich gute Bilanz verzeichnete auch das Egrensis-Freibad in Waldsassen. Volle Liegewiesen und Becken waren auch hier das vorherrschende Bild während der heißen Monate. "Am Anfang verlief alles noch recht schleppend, aber dann kam ja die bombastische Hitzewelle", blickt Andreas Hoschek zurück. "Die Saison war auf alle Fälle mit fast 54 000 Besuchern eine sehr gute", so der Waldsassener Bademeister. Das Freibad durfte dieses Jahr zudem sein 90-jähriges Bestehen feiern. "Zwei Tage lang war bei uns allerhand geboten", berichtet Andreas Hoschek stolz. Von abwechslungsreicher Musik, bis hin zum Rutschwettbewerb oder diversen Tanzaufführungen - selbst eine Modenschau für Badebekleidung fand statt. Insgesamt war es ein tolles Jahr für das Egrensis-Freibad. Und: "Wir haben die Saison unfallfrei überstanden,"

Super Anklang

Bis auf die üblichen kleineren Verletzungen, wie Schürfwunden, Wespen- oder Bienenstichen meldet auch das Tirschenreuther Freibad bei bisher rund 48 000 Besuchern keine Unfälle. Bis Sonntag, 13. September, ist hier noch geöffnet. "Die Saison war auf jeden Fall besser als die vorherige, wir sind mehr als zufrieden", so Faget. Zudem beschloss der Jugendrat, das Bad zum Schauplatz des ersten Arschbomben-Contests zu machen, was bei den jungen Teilnehmern großen Anklang fand.

Die Saison schon beendet haben, wie bereits berichtet, die Friedenfelser. Das kleine übersichtliche Freibad ist besonders bei jungen Familien sehr beliebt. Die Vorsitzende des Freibad-Fördervereins, Lisa Rauh, schätzt besonders das Engagement der Mitarbeiter, vor allem während der heißen Sommertage. Bademeister Walter Etterer, der über die Saison hinweg die Qualität des Wassers prüfte, befand: "Wir hatten stets hervorragende Messwerte." An den heißesten Tagen des Jahres betrug die Wassertemperatur bis zu 26 Grad. "Einmal musste ich sogar kaltes Wasser zulaufen lassen, sonst wäre es zu warm geworden", fügt der Bademeister lachend hinzu.

Stolz sind die Betreiber auch auf die Besucher-Statistik, an mehreren Tagen wurde die Besucherzahl von 450 Personen überschritten. Doch wer jetzt denkt, dass sich die Mitglieder des Fördervereins nun bis zu kommenden Saison auf die faule Haut legen können, der irrt sich: "Im Freibad gibt es noch viel zu tun", so Lisa Rauh. Bis zum nächsten Sommer muss das Wasser abgelassen und andere Schwimmbadbereiche hergerichtet werden."

Ergebnislose Suche

Auch die Altglashütte feierte bereits ihren Saisonabschluss. "Recht viel besser hätte es nicht laufen können", so Siegfried Walter Eine genaue Bilanz hat er zwar noch nicht, "aber rund 20 000 Gäste dürften es schon gewesen sein". Der Bademeister will zwar langsam in Pension gehen, sofort zurückziehen aus dem Geschäft will und kann er allerdings nicht: "Einfach alles hinwerfen werde ich nicht", verspricht Walter, nachdem die Suche nach einem Nachfolger bisher ergebnislos geblieben ist.
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