Helfer in schwierigen Lagen

Lokales
Tirschenreuth
23.03.2015
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In Notlagen oder bei der Bildung helfen sind Ziele des Kinderschutzbund. Zehn Jahre schon wird hier eine wichtige Aufgabe mit Erfolg gemeistert. Auch dank der Energie von Vorsitzender Inge Pannrucker. Allerdings könnte der Verein ein paar mehr Spenden vertragen.

Seit zehn Jahren gibt es den Kinderschutzbund Tirschenreuth. Bei der Gründungsversammlung am 17. März 2005 traten spontan 24 Mitglieder bei, heute sind es 92. Bei der Jahreshauptversammlung (Bericht folgt) wurden auch die Gründungsmitglieder geehrt.

Zur Gründung gibt es laut Vorsitzender Inge Pannrucker eine Vorgeschichte: Schon seit Jahren war ihr damals die Vorsitzende von Passau "im Rücken gesessen", damit sie auch in Tirschenreuth einen Ortsverband gründet. Doch solange sie berufstätig war, wäre ihr die Gründung und die Arbeit nicht möglich gewesen. "Als ich 65 Jahre alt war, habe ich nachgegeben - und schuld daran war Landrat Karl Haberkorn."

Seit den ersten Tagen des Ortsverbandes stand Inge Pannrucker an der Spitze. Und auch weitere zwei Jahre wird sie dieses Amt ausüben. Dabei kann die Vorsitzende immer auf eine engagierte Mannschaft zurückgreifen. "2009 wurden die beiden "Rappelkisten" in Mitterteich und Tirschenreuth gegründet", beschreib Pannrucker eine wichtige Station des Kinderschutzbundes. Doch je erfolgreicher der Kinderschutzbund wurde, desto größer wurden die Ausgaben bei sinkender Spendenbereitschaft und geringeren Bußgeldern, die über das Gericht zugesprochen wurden. Acht bis zehn Kinder werden täglich in Mitterteich und Tirschenreuth betreut, 123 Kinderbetreuungen sind es in einem Monat. "2014 wurden mehr als 4000 Stunden Dienst am Kind von den sieben Tagesmüttern geleistet."

Dank sagte Inge Pannrucker hier auch den Städten Tirschenreuth und Mitterteich, die die "Rappelkisten" wie Kindergärten behandeln und das Defizit zu 80 Prozent übernehmen. Nachdem weniger Spenden und Bußgelder eingehen, müsse der Verein seine Rücklagen angreifen, bedauert die Vorsitzende.

Gründungsmitglieder

Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Stahl nahm Inge Pannrucker die Ehrung für 10 Jahre Mitgliedschaft vor, es gab Urkunden, Gänseblümchen und einen blauen Elefanten als Dank und Anerkennung. Seit 10 Jahren beim Kinderschutzbund sind die Gründungsmitglieder: Inge Pannrucker, Bianca Gradl, Karl Haberkorn, Liselotte Kulzer, Albert Müller, Gabi Kohl, Erhard Kohl, Gunda Richter, Gerd Richter, Anton Singer, Maria Singer, Franz Stahl, Jutta Bundscherer, Ursula Dreyer, Ruth Forster-Maske, Dr. Dieter Gürster, Dr. Michael Hubrich, Sibylle Männer, Konrad Richtmann, Dr. Peter Sammüller, Marlene Schmieder, Horst Schmieder, Maria Würl und Hans Eichhammer. Alt-Landrat Karl Haberkorn nahm eine besondere Ehrung zusammen mit Gabi Kohl vor. "Inge Pannrucker hat sich damals entschieden den Vorsitz zu übernehmen, weil sie als Flüchtlingskind viel Hilfe erfahren hat und ein bisschen davon zurückgeben wollte."

Inge Pannrucker hätte den Kinderschutzbund zu dem gemacht hat, was er heute ist: Helfer in schwierigen Lagen, Partner der Gemeinden und des Kreisjugendamtes. "Hier arbeiten Menschen für Menschen, und das ehrenamtlich." Inge Pannrucker und ihre Helfer wollen zupacken statt zuschauen, helfen in Notlagen und bei der Bildung. Als Dank und Anerkennung für 10 Jahre als Vorsitzende überreichte Haberkorn eine Ehrenurkunde und einen Blumenstrauß. Gabi Kohl überraschte die Vorsitzende mit einem Nachtlicht in Form eines blauen Elefanten und einem Kinderschutzbund-T-Shirt. Auch Bürgermeister Franz Stahl bedankte sich bei der Vorsitzenden mit einem großen Blumenstrauß für ihre erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Kinder und der Menschen.

Etwas Neues anfangen

Inge Pannrucker wusste noch einen weiteren Grund, warum sie den Kinderschutzbund ins Leben rief: "Ich wollte zeigen, dass das Leben mit 65 Jahren nicht aus ist, dass man etwas Neues anfangen kann." Und das hat sie bis heute sehr erfolgreich getan. Ihr "neuestes Kind" ist die Betreuung der Bücherkiste im Fischhofpark.
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