Hilfen und Perspektiven geben

Im Beisein von Landrat Wolfgang Lippert (links) und Beiratsvorsitzenden Peter Hofmann (Siebter von links) übergab Direktor Klaus Lill (rechts) 8000 Euro an sechs Selbsthilfegruppen im Landkreis. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
06.08.2015
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Sie kümmern sich um Menschen mit Alkoholproblemen, bieten krebskranken Frauen ein Podium und sorgen sich um Diabetiker, Rheumakranke oder Schlaganfallpatienten. Und sie sind Kraftquellen für Eltern von Kindern mit Behinderung. Die Arbeit der Selbsthilfegruppen im Landkreis fördert die AOK.

Über 20 Selbsthilfegruppen sind im Landkreis Tirschenreuth aktiv. "Wir schätzen ihre Arbeit sehr hoch ein", sagte Klaus Lill, Direktor der AOK in Tirschenreuth. "In einer Selbsthilfegruppe erfahren die Betroffenen und ihre Angehörigen Unterstützung, die sich auf die Lebensqualität positiv auswirkt."

Sechs dieser Selbsthilfeeinrichtungen (Kreuzbund, Rheumaliga, Frauen nach Krebs, Diabetiker, Schlaganfall-Patienten und Gesprächskreis für Eltern von Kindern mit Behinderung) förderte die AOK jetzt mit insgesamt 8000 Euro. Selbsthilfegruppen gäben den Menschen neben der notwendigen medizinischen Versorgung die nötige Unterstützung und auch neue Perspektiven. "Diese Gruppen sind daher aus dem Gesundheitssystem nicht mehr wegzudenken." Für Betroffene sei es wichtig, sich gleich nach einer Diagnosestellung bei einer Selbsthilfegruppe zu melden. "Nur so kann man Ängste nehmen und wieder Lebensqualität entwickeln." Eine Selbsthilfegruppe sei mehr eine Gruppe Gleichgesinnter, denn auch Geselligkeit gehöre zur Selbsthilfe.

Landrat Wolfgang Lippert zollte den Selbsthilfegruppen höchsten Respekt. Ohne finanzielle Unterstützung würden sie aber schnell an teilweise unüberwindbaren Grenzen scheitern. Deshalb dankte er AOK und den ehrenamtlichen Beiratsmitgliedern für die großzügigen Hilfen. Für AOK-Beiratsvorsitzenden Peter Hofmann war die Unterstützung der Selbsthilfegruppen ein wichtiger Bestandteil zum Erhalt des Engagements.

"Wichtig ist, betroffene Menschen aus der drohenden Isolation zu holen. In gemeinsamen Unternehmungen und Veranstaltungen sowie Vorträgen kann man sich austauschen." AOK-Direktor Lill wies noch darauf hin, dass alle eingetragenen Selbsthilfegruppen die Möglichkeit der Förderung nutzen sollten. Auskünfte dazu erteilt Harald Müller von der AOK-Direktion Tirschenreuth unter Telefon 09631/8349.

Die AOK lobte in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit der Kontakt- und Informationsstelle (KISS) in Regensburg. Hier werden die Förderungen geprüft und entsprechend befürwortet.
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