Hilfreiches Netzwerk

Gut besucht war die Informationsversammlung im Kettelerhaus, zu der die Stadt Tirschenreuth und das BRK geladen hatten. Bilder: kro (2)
Lokales
Tirschenreuth
05.11.2014
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Die Menschen in der Region gut versorgen ist das Ziel des BRK-Projekts "Leben+". Möglich ist das nur in der Gemeinschaft. Wie, schilderte Johannes Prechtl einer Gruppe interessierter Bürger.

Beim Kooperationsgespräch wurde in der Diskussion bemängelt, dass die anderen Wohlfahrtsverbände etwas zu kurz kommen. Bürgermeister Franz Stahl stellte klar, dass die Idee für dieses Projekt vom BRK-Kreisverband komme, der sich jedoch freuen würde, wenn alle Wohlfahrtsverbände sich in dieses Netzwerk mit einbringen.

Stahl erläuterte, dass dieses Projekt schon seit zwei Jahren sehr erfolgreich in Kemnath läuft, mit dem Ziel, das Leben zu erleichtern. Den Menschen sollte ermöglicht werden, möglichst lange zu Hause zu wohnen. Auf Anruf würde das BRK Hilfen anbieten, etwa bei Besorgungen oder beim Kontakt zu Handwerkern. BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl machte klar, dass das BRK kein konkurrierendes System schaffen wolle. Vielmehr wolle man auch die Wohlfahrtsverbände in dieses Netzwerk bringen. "Um so mehr dabei sind, um so besser ist es", so Schedl. In Kemnath und in Bärnau gebe es ähnliche Modelle. Ziel sei auch in Tirschenreuth, "die Menschen gut in der Region versorgen zu können".

Projektleiter Johannes Prechtl aus Kemnath stellte anschließend sehr ausführlich "Leben+", das von der Glücksspirale gefördert wird, vor. Dabei werde nicht zur älteren Menschen geholfen. Es sollten unter anderem ergänzende Kinderbetreuung angeboten oder eine bessere Gesundheitsvorsorge für Arbeitnehmer angeboten werden. Der Sprecher ging auch auf die Kooperationspartner ein, die Gebühren an das Netzwerk bezahlen. Bei der Verteilung der Dienstleistungen habe dies jedoch keinerlei Auswirkungen. Dieser Betrag sei aber nur ein kleiner Obolus, so Stahl. Aktuell beteiligt sich das BRK am Defizit. Ziel sei, dass sich dieses Netzwerk selbst trage.

Die "Macher" von "Leben+" wollen nun den Markt sondieren, ob es genügend Dienstleister und Verbände gibt, die sich an diesem Projekt beteiligen. "Wenn es nicht angenommen wird, dann ist es halt eine Totgeburt", stellte Stahl sachlich nüchtern fest.
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