Hirtenmesse berichtet vom Weihnachtsgeschehen
Heilige Nacht auf Böhmisch

Lokales
Tirschenreuth
09.12.2015
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"Hej, mistre-Meister, schau, sieh nur, welche Pracht leuchtet in der Nacht." So berichtet ein Hirtenjunge vom Zauber der Geburt Jesu in der tschechischen Hirtenmesse von Jakob Jan Ryba. Wie in der "Heiligen Nacht" von Ludwig Thoma ins Bayerische, so wird die biblische Handlung von Weihnachten ins Böhmische übertragen.

In schlichter, bildhafter Sprache verfasst und von einer volkstümlichen Musikalität erfüllt, spiegelt das 1796 komponierte Werk das ländliche Leben wieder. Heutzutage erfreut sich die Pastoralmesse in Tschechien wieder größter Beliebtheit. Selbst die Jahre der kommunistischen Unterdrückung konnten ihr nichts anhaben. Messen wurden aufgrund der antikirchlichen Haltung der Kommunisten kaum gespielt, in den Weihnachtsgottesdiensten konnte man sie aber trotzdem regelmäßig erleben.

In Prag trifft sich alljährlich kurz vor dem Heiligen Abend die Bevölkerung zu Hunderten auf der Kampa-Insel, um dort diese volkstümliche Messe im Freien zu singen und zu musizieren. Das in Tschechien neben der Nationalhymne und der "Moldau" von Smetana bekannteste Werk kann in Zusammenarbeit des "Kammerorchesters im Stiftland", des "Kammerchors der Kreismusikschule" und des Wernberger Kirchenchors von St. Anna am Samstag, 19. Dezember, um 16 Uhr in der Stadtpfarrkirche Tirschenreuth erlebt werden.

Außerdem erklingen ausgewählte Chorwerke aus dem "Messias" und dem Weihnachtsoratorium. Die Einstudierung der beiden Chöre lag in den Händen von Helmut Burkhard, der auch den Orgelpart übernimmt. Die Gesamtleitung hat Jakob Johann Johannes Schröder. Solisten sind Simone Hahn, Sopran, Katharina Pötzl, Alt, Bernhard Müller, Tenor, und Wolfgang Braun, Bass. Diese Sänger sind als Schüler der Gesangsklasse Carol Bischoff und als Mitglieder des Musiktheaters der Kreismusikschule wohlbekannt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen. Die Aufführung wird am Sonntag, 20. Dezember, um 16 Uhr in Speinshart und am Sonntag, 17. Januar, um 17 Uhr in der St.-Josef-Kirche in Unterköblitz wiederholt.
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