Historie in Kunststoff

Ein alter Merian-Stich (Ausschnitt) zeigt eine Stadtansicht. Eine Kunststofftafel könnte dieses Bild in Erinnerung bringen.
Lokales
Tirschenreuth
14.11.2015
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Geschichte hat die Kreisstadt an allen Ecken und Enden. Doch zu wenige Hinweise, meint Heimatforscher Harald Fähnrich. Seine Idee von Tafeln und Schildern gefällt auch dem Kulturausschuss.

Mit einem kleinen Kunststoffschild am ehemaligen Wohnhaus von Maler Maurus Fuchs an der Stichanerstraße ist Fähnrich schon in Vorleistung gegangen. Doch der Heimatpfleger hat noch viele Ideen, und die durfte er dem Kulturausschuss vorstellen.

So will Fähnrich die Erinnerung an eine historische Ansicht der Stadt auffrischen. Auf einem Merian-Stich findet sich eine Darstellung um 1630, auf der der sehr gewissenhafte Künstler auch das Schloss festgehalten hat. Bei der Veröffentlichung des Kupferstichs 1644 hat es das Schloss schon zehn Jahre nicht mehr gegeben. Doch Fähnrich ist überzeugt, dass der Künstler die Ansicht sehr authentisch wiedergegeben hat. Immerhin verwendete Merian für seine Skizzen auch einen Vorläufer des Fotoapparats. Einen Teil der historischen Ansicht möchte Fähnrich gerne auf Acryl bannen.

Platz an Stadtgärten

Die gut drei Meter breite Ostansicht könnte etwa am Radlerparkplatz an der Regensburger Straße hängen . Ein Platz, der dem Ausschuss nicht so gefallen wollte. Doris Schön empfahl einen Standort im Fischhofpark, etwa an den Stadtgärten. Dort würde die Ansicht auch der wirklichen Perspektive entsprechen. "Wir werden das prüfen", beschrieb Stahl das weitere Vorgehen.

Positiv aufgenommen wurde auch die Idee, an den entsprechenden Häusern und Plätzen Kunststoffschilder anzubringen, die kurz auf die Historie, Bewohner oder Namensgeber verweisen: Das Schmeller-Geburtshaus, die erste Betriebsstätte der Firma Hamm oder eine Erläuterung zum "Desch"-Platz etwa. Dabei hätten sich auch schon Bürger bereiterklärt, sich an den Kosten zu beteiligen. Auf jeweils rund 100 Euro bezifferte Fähnrich die Kosten für die Kunststoff-Schilder an den Häusern. Im Ausschuss fand die Idee durchaus Zuspruch. Norbert Schuller (FW) gab sich jedoch etwas skeptisch und warnte vor einem "Schilderwald".
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