Ikonen fürs Museumsquartier

Was im Moment noch als Stuhllager dient, wird schon bald die siebte Abteilung im Museumsquartier sein. 40 alte Ikonen präsentiert dort Erich Werner als Dauerleihgabe. Später einmal gehen sie in den Besitz des Museumsquartiers über. Bild: tr
Lokales
Tirschenreuth
19.08.2015
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In sechs Abteilungen widmet sich das Museumsquartier der Geschichte der Kreisstadt. Jetzt kommt eine siebte hinzu. Erich Werner stellt dafür aus seiner Sammlung 40 Original-Ikonen als Dauerleihgabe zur Verfügung. Und dafür gibt es dann auch einen eigenen Raum.

Was bisher als Stuhllager diente, wird ab September eigens für die neue Nutzung hergerichtet. Der Raum befindet sich im zweiten Stock und grenzt an den Präsentations-Bereich der Plan-Weseritzer an. 66 Quadratmeter beträgt die Fläche des Zimmers. Per Zwischenwand wird es geteilt, jeweils in etwa zwei gleich große Hälften. Für die neue Abteilung sind im Haushalt 40 000 Euro bewilligt. 40 Ikonen werden darin präsentiert.

Viel Symbolik

Wie das aussehen wird, ist auf den Plänen des Architekten Erich Hackel vom "Atelier Hackel" in München bereits sehr gut zu erkennen. Der hat dabei mit viel Symbolik gearbeitet. Die Präsentationsflächen sind so aufgebaut, dass sie an Kreuze erinnern. Darauf werden die Ikonen platziert. Nichts wirkt überladen. Jedes der wertvollen Unikate hängt so, dass es betrachtet werden kann, ohne dass etwas anderes die Sichtachse stört.

Neue Beleuchtung

Zusätzlich sorgt eine neue Deckenbeleuchtung dafür, dass notwendige Spots gesetzt werden können und dort, wo nötig, flächige Belichtung das Gesamtkonzept als schlüssiges Bild erscheinen lässt. Die Texte für die Beschriftung stammen aus der Feder von Dr. Josef Paukner aus Regensburg, der das Museum von Anfang an mit konzipiert hat.

Sammelleidenschaft

Die größte Ikone misst 45 mal 54 Zentimeter, die kleinste 10 mal 12 Zentimeter. Jahrzehnte lang hat Erich Werner diese Schätze gesammelt. Auf Antiquitätenmärkten in Tirschenreuth, Weiden, Pfaffenhofen und in Tschechien bis Prag ist er fündig geworden. Eine regelrechte Sammelleidenschaft überfiel ihn, die etwa zehn Jahre gedauert hat. Mittlerweile hat er auch die entsprechenden Expertisen zu seinen Schätzen. Zweimal sei er auf Fälschungen hereingefallen. "Gerade die sind wunderschöne Stücke", bedauert er. Bürgermeister Franz Stahl freut sich über die neue Abteilung, die im Herbst offiziellen übergeben werden soll.
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