Im Verein viel fürs Leben lernen

Langjährige FSV-Mitglieder wurden bei der Jubiläumsveranstaltung ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links): Geschäftsführer Gerhard Schuh, 2. Bürgermeister Peter Gold, Kreisehrenamtsbeauftragten Martin Braun, Markus Spachtholz (20 Jahre), Festleiter Herbert Sladky, Manfred Gradl (40 Jahre), 3. Bürgermeister Norbert Schuller und Wolfram Seebauer. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
21.07.2015
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Teamgeist und Zusammenhalt haben den FSV geprägt, seit mittlerweile 65 Jahren. Zur offiziellen Jubiläumsfeier am Wochenende war aber nur ein überschaubarer Kreis gekommen.

Der FSV ist zwar der Kleinste der drei Tirschenreuther Fußballvereine, dass aber Festkommers als auch das Konzert der "Jungen Zillertaler" jeweils so schwach besucht waren, hätten die Verantwortlichen des FSV nicht erwartet. Zwar kam immer wieder Kritik auf, dass von den beiden anderen Fußballvereinen sich kaum einer blicken ließ, doch auch viele FSV'ler fehlten beim Jubiläum.

Die "Lerchenfelder"

Dennoch, die "Lerchenfelder" werden auch dies wegstecken, denn sie sind auch im 65. Jahr ihres Vereinsbestehens schuldenfrei! 65 Jahre FSV Tirschenreuth bedeute Kameradschaft, Teamgeist, Zusammenhalt und Fußballbegeisterung pur, betonte FSV-Geschäftsführer Gerhard Schuh in seiner Laudatio. Beim Festkommers am Freitagabend ging Schuh auf die Gründungszeit des FSV ein, der 1949 als 1. FC Schwarzenbach gegründet und 1950 offiziell beim Bayerischen Fußballverband gemeldet wurde. 1958 erfolgte die Umbenennung in FSV Tirschenreuth, zudem wurde in Tirschenreuth auf einem ehemaliges Aufschüttgelände der Porzellanfabrik Hutschenreuther in Eigenregie ein Sportgelände gebaut, es entstanden die "Lerchenfelder". In der Folgezeit gab es manche Höhen und Tiefen, 1969 stand der Verein kurz vor der Auflösung, weil viele Spieler den FSV verließen. Doch man fing sich wieder, 1976 wurde das Sportheim, das "Heisl", eingeweiht.

Der FSV trat langsam aus dem Schatten der beiden großen Fußballvereine der Kreisstadt heraus, sportlich ging es für den langjährigen C-Klassisten bergauf. Die Krönung war 2006 der Aufstieg in die Bezirksliga, der FSV hielt sich jedoch nur ein Jahr in dieser Liga.

Wiederaufstieg

Im aktuellen Jubiläumsjahr gelang dem FSV der Wiederaufstieg in die Kreisliga, am kommenden Wochenende wird mit dem Derby gegen den FC Tirschenreuth die mit Spannung erwartete Saison eröffnet. Schuh verwies auch darauf, dass beim FSV die Jugendarbeit wieder mehr forciert werde, aktuell habe man 15 E-Juniorenspieler. 2003 erfolgt ein ganz besonderer Kraftakt, der FSV kaufte aus eigenen Mitteln das Sportgelände, das er vorher gepachtet hatte. Schuh ging auch auf die gesellschaftlichen Aktivitäten des FSV ein, die stets für Aufsehen gesorgt hätten. Schuh verwies zudem, das Sladky 25 Jahre als 1. und 2. Vorsitzender für den FSV aktiv war.

Viele Derbys

2.Bürgermeister Peter Gold stellte heraus, dass der FSV in einer Zeit gegründet wurde, zu der die Wiederaufbau Deutschlands im Mittelpunkt stand. Deshalb sei der Verein mit Bedacht und mit kleinen Schritten auf den Weg gebracht worden. Heute stehe der FSV hervorragend da, zudem habe es im Jubiläumsjahr mit dem Aufstieg geklappt. Gold freue sich schon jetzt auf die vielen Derbys in der Kreisliga. Der Vertreter der Stadt dankte allen, die im Lauf der Jahrzehnten beim FSV Verantwortung übernommen haben. Anerkennung zollt er auch für die Tatsache, dass wieder mehr Jugendarbeit betrieben werde. Denn gerade Kinder würden in den Vereinen sehr viel fürs Leben lernen, Disziplin und Tugenden würden in den Vereinen vermittelt.

Der Kreisehrenbeauftragte des Fußballkreises Hof-Wunsiedel-Tirschenreuth, Martin Braun, verwies darauf, dass beim FSV das Feiern schon immer einen gewissen Mittelpunkt hatte. Der FSV sei zwar ein kleiner, aber positiv gesehen ein "verrückter Verein", bei dem sich immer etwas rühre. Erfreut zeigte sich Braun, das die Jugendarbeit wieder mehr forciert werde. Er gab den Ratschlag, dass sich im Nachwuchsbereich alle drei Tirschenreuther Fußballclubs zusammenschließen und Nachwuchsarbeit betreiben.

Ehrungen

Den Abschluss des Ehrenabends bildete die Auszeichnung langjähriger Vereinsmitglieder, leider waren jedoch mit Markus Spachtholz (20 Jahre) und Manfred Gradl (40 Jahre) nur zwei anwesend. Auf der Liste der Jubilare standen noch für 50 Jahre Mitgliedschaft Georg Dietl, für 40 Jahre Treue zum FSV Josef Franz, Heinrich Krassler und Hermann Kopf, für 25 Jahre Bernd Müller und für 20 Jahre Vereinstreue Reinhard Schedl. Den anschließenden musikalischen Teil des Festabends bestritt Alleinunterhalter Simon Strohmaier.
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