Immer am Besten orientieren

Dr. Robert Leiner präsentierte dem Stadtrat sehr ausführlich die Evaluierung des Integrierten Stadtumbaukonzepts der Kreisstadt. Bild: kro
Lokales
Tirschenreuth
03.03.2015
28
0

"Tirschenreuth immer besser" war und bleibt das Motto bei der Stadtentwicklung. Dr. Robert Leiner hat zusammen mit den Bürgern das Konzept für die nächsten Jahre erarbeitet. Was genau drin steht, wird zur Jahresmitte in einer Bürgerversammlung mitgeteilt

Rund eine Stunde lang präsentierte Dr. Robert Leiner dem Stadtrat die Fortschreibung des Integrierten Stadtumbaukonzepts, die von einer Lenkungsgruppe und in fünf Zukunftskonferenzen erarbeitet wurde. "Diese Zukunftskonferenzen", so Bürgermeister Franz Stahl, "stießen auf ein großes Interesse". Rund 30 bis 70 Teilnehmer kamen zu diesen Treffen.

Zunächst an Regierung

Die jetzige Fassung werde die Lebensqualität bestimmen und Tirschenreuth zukunftsfähig machen. Die gesamte Infrastruktur sei für die kommenden Jahrzehnte überarbeitet worden. Das Stadtumbaukonzept werde nun der Regierung der Oberpfalz vorgestellt, ehe es im Mai/Juni den Tirschenreuther Bürgern präsentiert wird.

Dr. Robert Leiner ging dann sehr detailliert auf dieses Stadtentwicklungskonzept ein. Er verwies darauf, dass die bisherige Zielsetzung von 2003 bis 2013 zu 100 Prozent erfüllt worden sei. Ganz nach dem Motto "Tirschenreuth immer besser" solle das "Zentrum im Land der 1000 Teiche" für die Zukunft in einem fachlichen Leitbild positioniert werden. Eines der Ziele sei, die Zentralität und die Wahrnehmbarkeit der Stadt Tirschenreuth als Kreisstadt und Zentrum in der Region zu erhöhen. Dr. Leiner ging auch auf den Wirtschaftsstandort ein, mit einer überdurchschnittlich guten Arbeitsplatzentwicklung in der Stadt im Vergleich zum Landkreis. Gerade auf diesem Gebiet habe Tirschenreuth einiges zu bieten. Ein weiterer Schwerpunkt sei die touristische Destination. So soll die Erhöhung der Besuchsanlässe soll vorangetrieben werden. Vieles sei auf diesem Gebiet schon geschehen. Die Belebung der Innenstadt sei ein weiterer Schwerpunkt. Dazu gehöre die Verringerung des Wohnungsleerstandes in der Altstadt.

Gegen Leerstände

Auch die Minimierung des künftigen Leerstandrisikos in den bestehenden Wohnbauflächen außerhalb der Altstadt müsse durch Maßnahmen auf der Angebots- und Nachfrageseite entgegengewirkt werden. Eine weitere Zielsetzung sei die intensivere Einbindung der Bevölkerung in das städtische Gemeinschaftsleben und die Anpassung der örtlichen Freizeit- und Erholungsangebote an die sich verändernden Zielgruppen.

Wichtig sei ferner, den Versorgungsstandort Innenstadt als Lebensraum multifunktional weiter auszubauen, dazu gehöre nicht nur der Einzelhandel sondern auch die öffentliche, soziale und kulturelle Infrastruktur. Dr. Leiner ging anschließend sehr speziell auf das räumliche Leitbild ein, auch hier seien eine entsprechende Flächenstrategie erarbeitet worden.

Großes Lob

Bürgermeister Franz Stahl betonte, dass sich die Stadt immer am Besseren orientieren müsse. CSU-Fraktionssprecher Peter Gold dazu: "Großes Lob an Dr. Robert Leiner, er ist mit viel Herz dabei". Dieses Handlungskonzept habe Hand und Fuß und die Bürger könnten alles nachvollziehen. Eine aktive Bürgerbeteiligung sei ihm, Gold, stets wichtig gewesen. Auch Freie Wähler-Sprecher Manfred Zandt fand nur lobende Worte für dieses Konzept und freute sich vor allem über die Einbindung der Anregungen der Bürger. Nachdem eine Prioritätenliste erstellt worden sei, müsse nun geprüft werden, was umsetzbar und machbar ist. Dieter Busl (SPD) zur Präsentation: "Kompliment, ich bin begeistert, wie sie komplexe Themen auf den Punkt gebracht haben". Er sei zuversichtlich, dass die Begeisterung, Tirschenreuth weiter voranzubringen, anhalte. Auch Karl Berr fand lobende Worte, mahnte jedoch, bevor neues Baugebiet ausgewiesen werde, sollten die Leerstände in der Altstadt abgebaut werden. Dazu Franz Stahl: "Wir können nur positiv beraten aber niemanden zwingen".

Tirschenreuth mit Vorreiter

Architekt Peter Brückner, der dieses Verfahren begleitet, verwies darauf, dass Tirschenreuth mit diesem Evaluierungsprojekt eine der ersten Städte in Bayern sei, die hier vorangehen. In Tirschenreuth gebe es schon viele vorzeigbare Ergebnisse. Nun gelte es, modellhafte Elemente voranzubringen. Ganz nach dem Motto "von einer Bruchbude zur einer Vision" könne man gerade auf dem baulichen Sektor vieles machen und voranbringen. Brückner betonte, dass die Regierung diese Projekte unterstütze.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.