In alten Häusern zuhause

Auch viele Details der Bauwerke hat Werner Hösl festgehalten. So etwa den verzierten Eck-Erker der Luitpoldschule.
Lokales
Tirschenreuth
19.09.2015
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Es sind nicht nur die Menschen, die der Region eine besondere Note geben. Charakter und Prägung vermitteln auch markante Bauwerke - und eben ihre Bewohner. Werner Hösl hat für sein neues Buch das "Leben in alten Häusern" festgehalten.

Der pensionierte Oberstudiendirektor ist nicht nur ein emsiger Beobachter in seinem Wohnort Tirschenreuth. Seinen Blick richtet Hösl auch auf die Menschen und ihren Lebensraum im östlichen Landkreis. Abseits der strengen Geschichtsschreibung wendet er sich immer wieder speziellen Themen zu, hält in vielen Gesprächen sehr persönliche Erinnerungen fest oder dokumentiert das wirtschaftliche Leben in seiner großen Bandbreite.

Erlebnisse und Eindrücke

Erlebnisse und Eindrücke geben die Gesprächspartner weiter. Dazu findet der Autor interessante Bilddokumente und macht viele große und kleine Momente unvergessen. Im November 2007 stellte Werner Hösl sein erstes sehr persönliches Werk mit "Tirschenreuther Lebenswegen" vor. Seitdem sind fünf Bücher erschienen, die eine interessante Reihe "Namen aus einer Kleinstadt" bilden. Alle zwei Jahre hat der Autor im Eigenverlag ein neues Buch herausgegeben. 2015 hat Hösl seinen Blickwinkel über die Kreisstadt hinaus gerichtet.

Wohn- und Lebensbereiche

Im seinem neuen Buch kommt Werner Hösl natürlich nicht an den Menschen vorbei, rückt diesmal aber ihr Lebensumfeld in den Vordergrund. 21 Häuser hat der Autor besucht, mit den Bewohnern gesprochen, die mit großem Aufwand und viel Umsicht die oft denkmalgeschützten Gebäude saniert haben. Stets aber in der Absicht, diese Häuser weiter als Wohn- und Lebensbereiche zu erhalten.

Freilich haben Schlösser oder Industriebetriebe ihre Gesichter wandeln müssen, ihre Ausstrahlung aber nicht verloren. Bis ins 17. Jahrhundert reichen die Bauwerke zurück, die bis heute durch die Aufmerksamkeit ihrer Besitzer jung geblieben sind. Auf rund 240 Seiten, ausgeschmückt mit vielen Bildern und Ablichtungen von Dokumenten, streift Werner Hösl durch den Osten des Landkreises.

Viele Bilder

Erste Station ist das alte Forsthaus in Mähring, in das die Familie Stiegler Tausende Arbeitsstunden gesteckt hat. Festgehalten ist mit dem Bahnhof Liebenstein auch ein Stück Eisenbahnhistorie im Kreis, oder dem Waffenhammer eine Episode Industriegeschichte. Wondrebhammer ist dabei, die Prößlmühle in Tirschenreuth, Schloss Hardeck, Altenhammer oder der Mitterhof bei Waldsassen. Überall interessiert sich Hösl für die Geschichten und die Geschichte. Und immer wieder verdeutlichen Bilder die Erzählungen.

Wer genau hinschaut kann im Kapitel über die alte Luitpoldschule vielleicht sogar Erinnerungen an seine Volksschulzeit auffrischen. Werner Hösl neuestes Buch "Leben in alten Häusern" ist damit ein weiterer Mosaikstein in der doch vielseitigen Geschichte des Stiftlandes und seiner Bewohner.
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