Indiana Jones trifft Komödienstadl

Ernst Schankbank (Ronny Würl, rechts) bringt Spezialgerät für die Schatzsuche mit. Gemeinsam mit Stadtrat Josef Schmidt (Willi Busl) macht er sich sogar im Haus des Schuhmachers an die Arbeit. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
04.11.2014
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Über eine viel Bühnentalent verfügt die Theatergruppe der Werdenfelser. "Der goldene Sarg" war auf jeden Fall kein Trauerspiel. Wer's verpasst hat, der kann an diesem Wochenende nochmal mit auf ein turbulentes Abenteuer gehen.

Im Jahr des 650-jährigen Stadtjubiläums widmet sich auch das Theater des Trachtenvereins diesem Anlass. Zum Inhalt: Vom Stadtrat mit der Planung der Feierlichkeiten beauftragt stürzt sich Stadtrat Josef Schmidt (Willi Busl) in die Arbeit. Seine Frau Hildegard (Gabi Härtl) ist davon wenig begeistert, da das ohnehin schlecht laufende Schuhgeschäft noch mehr unter seinen neuen Prioritäten leiden muss. Dennoch engagiert auch sie sich für das Stadtjubiläum. Mit ihren Freundinnen Marianne (Gertraud Geiger) und Helga (Hermine Busl) bereitet sie eine mittelalterliche Modenschau nach original Schnittmustern aus dem 14. Jahrhundert vor.

Alte Schatzkarte

Als Josef dann bei seinen Recherchen zuerst auf die Legende vom goldenen Sarg und später auf eine scheinbar uralte Schatzkarte stößt, wird er vom Goldfieber ergriffen. Er sieht sich schon als Millionär und das schlecht laufende Geschäft und die angekündigte Steuerprüfung als Lappalien. Es spricht sich jedoch schnell herum, dass sich eine Schatzkarte in seinem Besitz befindet und die ganze Stadt vom Bürgermeister (Franz Trottmann) bis zu den Freunden der Familie suchen und graben überall in der Stadt nach dem Schatz. Um die Konkurrenz auszustechen, beauftragt Josef einen Spezialisten, Ernst Schankbank, den Indiana Jones der Steiermark (Ronny Würl). In diesem Durcheinander beschließt Sohn Holger (Andreas Schmidkonz) seine neue Freundin (Sandra Stich) der Familie vorzustellen. Als gleichzeitig die Steuerprüfern Adelheid Gruber (Tanja Jahn) auftaucht kommt es zu folgenschweren Verwechslungen.

Allein der Postbote (Florian Busl) scheint durch Dynamitlieferungen für die Schatzsucher und das Ausweichen der in der ganzen Stadt gegrabenen Löcher immun gegen das Goldfieber zu sein. Der Regisseurin Hermine Busl ist mit ihrer Inszenierung nicht nur ein Stück gelungen, das den Vergleich mit dem Komödienstadl nicht zu scheuen braucht, durch den Bezug auf Tirschenreuth und etliche Tirschenreuther Persönlichkeiten entsteht auch eine besondere Nähe zum Publikum.

Weitere Termine

Bei der Premiere am vergangenen Freitag erntete das originelle Stück viel Applaus. Wer sich von der Begeisterung der Premierenbesucher anstecken lassen will, hat dazu noch am Freitag (7.11.) und Samstag (8.11.), jeweils um 20 Uhr, in der St.Peter-Turnhalle Gelegenheit. Karten sind noch für je sieben Euro bei Schreibwaren Weinmann und an der Abendkasse erhältlich.
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