Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert mehr Kontrollen des Zolls
In dunkle Lohnecken leuchten

Die IG BAU will, dass die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls intensiver kontrolliert, ob der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde auch tatsächlich gezahlt wird. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
24.07.2015
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Ob Beschäftigte im Landkreis auch tatsächlich mindestens 8,50 Euro pro Stunde verdienen, das soll stärker kontrolliert werden: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt fordert intensivere Kontrollen zur Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns. "Je höher das Risiko ist, entdeckt zu werden, desto größer ist die Bereitschaft der Arbeitgeber, den Mindestlohn auch zu zahlen", sagt Stefan Königsberger.

Für den Bezirkschef der IG BAU Oberpfalz ist entscheidend, wer und wo kontrolliert wird: "Bei den Kontrollen ist es notwendig, gezielt dahin zu gehen, wo Chefs schon früher häufig nur Niedriglöhne bezahlt haben. Und auch dahin, wo Kontrollen schwerer zu machen sind."

Denn die schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern finde man in den dunklen und versteckten Lohn-Ecken. Genau hier müsse der Zoll verstärkt aktiv werden. Für den IG BAU-Bezirkschef leistet die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls "eine enorm wichtige Arbeit". Die Zahl der Kontrollen sei allerdings "ernüchternd": So hat der Zoll nach Angaben der Gewerkschaft im ersten Halbjahr lediglich 5381 Arbeitgeber in ganz Bayern geprüft.

Damit sei landesweit nur knapp 1,5 Prozent aller rund 362 000 Betriebe kontrolliert worden. "Hier ist noch reichlich Luft nach oben", so Königsberger. "Sicher auch im Landkreis Tirschenreuth."
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