Jetzt doch zwei Zebrastreifen

Viele Fußgänger nutzen den Weg von der Lehnerstraße zum Platz am See. Deshalb wird hier ein Überweg geschaffen. Den bestehenden "Zebrastreifen" am Musl-Kino soll es aber dennoch weiter geben. Bild: ws
Lokales
Tirschenreuth
25.09.2015
1
0

Mehr Sicherheit für die Fußgänger ist für die Stadt ein wichtiges Anliegen. Deshalb soll in Höhe der Lehnerstraße ein weiterer Übergang den Weg zum Fischhofpark gefahrloser machen. Zu Zeiten der Gartenschau war dies nicht möglich.

Der Auslöser für diesen überraschenden Schritt war schlicht die Erneuerung der Fahrbahn im Bereich des bestehenden Übergangs vor dem alten Musl-Kino. Bei der Maßnahme sind natürlich auch die Markierungen verschwunden und müssen neu angelegt werden. Dabei hat Bürgermeister Franz Stahl eine alte Idee wieder ins Spiel gebracht, den Überweg in die Regensburger Straße in Höhe der Lehnerstraße zu verlegen.

Scheidler: Absoluter Bedarf

Neu ist jetzt der ungewöhnliche Schritt, den alten Zebrastreifen am Musl-Kino wieder zu markieren und zugleich einen weiteren vor dem Platz am See zu schaffen. Dieser Plan wird nun den Fachstellen vorgelegt. Bislang war stets bemängelt worden, dass die beiden Übergänge zu nahe beieinander liegen würden.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung überraschte Bürgermeister Stahl am Mittwoch mit dieser Überlegung. Gerade durch die vielen Fußgänger, die von der Lehnerstraße kommend zum Platz am See wollen, hielt nicht nur Stahl diesen Übergang für notwendig. Auch die Mitglieder des Gremiums befürworteten einen weiteren Zebrastreifen. Dabei sollte aber am bestehenden Überweg am Musl-Kino, der nur rund 200 Meter entfernt ist, festgehalten werden. "Die Leute werden diese gewohnte Route auch weiter nutzten", wusste das Stadtoberhaupt. Zudem würde eine leichte Kurve auch die Übersicht erschweren. Bei der Realisierung beider Zebrastreifen rechnete sich der Bürgermeister gute Chancen aus. Immerhin handle es sich um eine Ortsstraße. "Da werden wir keine rote Karte bekommen", gab sich Stahl zuversichtlich. Dr. Alfred Scheidler bestätigte, wie alle im Ausschuss, den "absoluten Bedarf" für beide Übergänge. Und über die Situation an der Ortsstraße könne schließlich die Stadt selbst entscheiden.

"Was ist aus dem Gedanken der Einbahnstraße geworden", fragte Peter Gold (CSU) in diesem Zusammenhang nach. Franz Stahl erinnerte an die Regelung während der Gartenschau, bei der Regensburger Straße (ortseinwärts) und Hochwartstraße (ortsauswärts) als Einbahnstraße bestens funktioniert hätten. Zudem konnte an dieser Route beidseitig geparkt werden. Eine Befragung der Anlieger hätte jedoch ein Patt ergeben und die Wiedereinführung verhindert. "Wir werden das weiter beobachten", versicherte Stahl, an dieser Idee dran zu bleiben.

Für Umgehung einsetzen

Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) setzt bei einer Verbesserung der Verkehrssituation noch eins drauf. Er bat sich weiter für die große Lösung, also eine Umgehungsstraße einzusetzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.