Jugend in der Region halten

Ein möglicher Standort für den Hochschul-Ableger wäre das Gebäude, in dem bis vor kurzem die Polizeiinspektion untergebracht war. Auch davon verschaffte sich der Politiker aus München (Mitte) einen Eindruck. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
15.05.2015
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Die Kreisstadt hat große Pläne, hofft auf einen dezentralen Lernstandort der OTH Regensburg. Kultusstaatssekretär Bernd Sibler konnte zwar nichts versprechen, "aber die Bewerbung sieht sehr gut aus".

Als der Politiker am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein am Rathaus vorfuhr, begrüßten ihn ein gut gelaunter Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete Tobias Reiß. Franz Stahl ließ den Gast aus München sofort wissen: "Lieber Bernd, du siehst, Tirschenreuth hat sich prächtig entwickelt." Sibler selbst, der die Kreisstadt bereits zwei Mal besucht hat, durfte auch Danksagungen an die Regierung in Empfang nehmen, die regelmäßig mit finanzieller Unterstützung zur Seite steht.

Doch neben den positiven Dingen, die Stahl aufzählte, gibt es natürlich auch gewisse Probleme. Stichwort "demografische Entwicklung". Ziel müsse es immer sein, junge, gut ausgebildete Menschen für die Region zu begeistern und sie auch hier zu behalten.

Deshalb bewirbt sich die Stadt für einen dezentralen Lernstandort der Hochschule Regensburg. Dieses Projekt soll in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Cham und der Stadt Abensberg realisiert werden. Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung gabe es dann die Möglichkeit, im sozialen Bereich direkt am Ort zu studieren. "Hier haben wir einen enormen Bedarf, wir wollen die vorhandenen Stellen füllen", erklärte Stahl. Die Regelstudienzeit der Sozialen Arbeit betrage zehn Semester und soll sich lohnen. Peter Gold fügte an: "Wir haben Probleme, die Führungspositionen in diesem Bereich zu besetzen."

Bernd Sibler durfte anschließend neben seinem Eintrag ins goldene Buch der Stadt auch ein Schreiben in Empfang nehmen, in dem das Projekt nochmals genau erläutert wird. Der Politiker sagte im Hinblick auf die Vergabe: "Ich kann natürlich nicht das Ergebnis vorwegnehmen, aber die Bewerbung hier sieht sehr gut aus." Die erste Runde des Wettbewerbes ist bereits gelaufen, ein endgültiges Ergebnis gibt es nach Pfingsten. Natürlich betonte auch Sibler die Wichtigkeit der Fachkräfte am Ort, aber für ihn kommt es auf eine gute Mischung an: "Die Jugend soll auch über den Tellerrand schauen können."

Nach dem Empfang im Rathaus, bei dem auch Vertreter der übrigen Parteien und der Stadt dabei waren, marschierte die kleine Gruppe noch zum ehemaligen Polizei-Gebäude. Hier wäre die Unterbringung des Lernstandortes geplant. Im September bereits könnte der Betrieb aufgenommen werden.
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