Junge Mütter brauchen Hilfe

Das Forum "Frühe Hilfen" bietet den Netzwerkpartnern eine Plattform, wie die Unterstützung am besten zu den jungen Müttern und Familien gelangt. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
13.07.2015
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Wo ist sie, die Mutter-Kind- Einrichtung in der Region? Sie könnte vor allem jungen Müttern, die Hilfe brauchen, ein betreutes Wohnen mit ihrem Baby ermöglichen.

Beim Treffen des Forums "Frühe Hilfen" im Landratsamt wurde deutlich, dass so eine Unterbringung dringend benötigt wird. Die Mütter könnten wegen der räumlichen Nähe zu ihrem Wohnort die sozialen Beziehungen aufrecht erhalten. In manchen Fällen sei auch eine frühe Trennung von Mutter und Kind zu vermeiden, was sonst fast immer zum Bindungsverlust führe.

Die entstehenden Kosten rechneten sich langfristig mit Sicherheit auf, wenn dadurch lange Betreuungen von schwierigen Familienverhältnissen vermieden werden, hieß es in der Diskussionsrunde. "Man muss auf die örtlichen Jugendhilfeeinrichtungen zugehen, um abzuklären, wo die Bereitschaft für ein solches Projekt besteht", sagte Peter Gold vom Kreisjugendamt Tirschenreuth. Wer sich an einem Mutter-Kind-Projekt beteiligen möchte oder Anregungen weitergeben will, kann sich an die Mitarbeiterinnen der Koki-Stelle wenden: Marianne Fütterer, Telefon 09631/88-279 (Montags in Kemnath, Telefon 09642/70745), oder Pia Kürschner, Telefon 09631/88-365. Auf Einladung der Koordinierungsstelle frühe Kindheit (Koki) trafen sich die beiden Sozialpädagoginnen mit Teilnehmern aus den Beratungsstellen, der Frühförderung, des Kinderschutzbundes Tirschenreuth und Kemnath, dem Familienzentrum "Mittendrin", der Familienhebamme, Kinderkrankenschwestern und Vertretern der Geburtshilfe am Krankenhaus. Sie alle kümmern sich im Netzwerk um frühe Hilfen, sorgen direkt in den Familien für Entlastung. An einem anonymen Fall wurde deutlich, was die einzelne Beratungsstelle leisten kann, welche Netzwerkpartner gefragt sind und was in der Region gebraucht wird, um schwangeren Frauen und Familien mit kleinen Kindern sowie Alleinerziehenden helfen zu können. Diese Unterstützung sollte so früh wie möglich, freiwillig und präventiv einsetzen.
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