Kämpfer für Krankenhäuser

Zum Gedankenaustausch trafen sich AOK-Direktor Klaus Lill (links) und Bundestagsabgeordneter Reiner Meier. Im Mittelpunkt standen natürlich die Überlegungen zum Krankenhausstrukturgesetz. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
10.10.2015
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"Die Gesundheitspolitik steht bei dieser Koalition ganz oben", freut sich der Bundestagsabgeordnete Reiner Meier. Deshalb hatten der Politiker und der AOK-Direktor Klaus Lill bei einem Treffen auch einiges zu Besprechen.

Auf der Agenda beim Ideen-, und Gedankenaustausch standen aktuelle Themen wie Krankenhausstrukturen, Pflegezuschüsse oder die Hausarzt-Situation. "Unser Gesundheitssystem ist immer noch eines der Besten der Welt", ist sich Reiner Meier sicher. Dem stimmte auch Klaus Lill zu. Der AOK-Direktor war zu einem ungezwungenen Austausch ins Bürgerbüro des Bundestagsabgeordneten in die Schmellerstraße gekommen. Ein großes Thema war dabei die Situation der Krankenhäuser in der Region. "Ich stelle mich grundsätzlich gegen jeglichen Abzug von Infrastruktur aus dem ländlichen Raum", macht Meier dabei klar.

AOK-Leiter Lill bescheinigte den Verantwortlichen der Kliniken Nordoberpfalz für ihre Politik der Spezialisierung einen enormen Weitblick: "Sie sind hier Vorreiter und extrem gut aufgestellt". Wenn Kliniken geschlossen werden müssten, dann doch bitte erst solche im Speckgürtel von großen Metropolen, so Meier weiter.

Patient im Mittelpunkt

Um die Qualität am Patienten weiterhin garantieren zu können, sollen künftig auch Zuschüsse speziell für Pflegekräfte vom Bund gezahlt werden. Allerdings werden diese Gelder wirklich nur bei Neueinstellung von Pflegekräften ausgeschüttet. "Insgesamt werden 1,8 Milliarden Euro investiert in den kommenden Jahren", so Meier. Auch an den Tarifverhandlungen will sich die Regierung beteiligen. Für Lill sind dies alles sinnvolle Maßnahmen: "Der Patient muss immer im Mittelpunkt stehen und der Pflegeberuf ist harte Arbeit". Des Weiteren schilderte Lill dem Politiker die Angebote seiner standorttreuen Krankenkassen, besonders im Präventionssektor. Auch Impfungen kamen hier zur Sprache und mögliche Probleme bei der Versorgung der ankommenden Flüchtlinge. "Hier besteht Handlungsbedarf", ist sich auch Reiner Meier sicher.
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