Kein Mangel

Bei der Wasserversorgung hat die Kreisstadt auch in den aktuell trockenen Zeiten keine Sorgen. Ins Wasserhäusl bei Klenau fließt nach den Investitionen der vergangenen Jahre eine mehr als ausreichende Wassermenge. Die Aufbereitung garantiert zudem eine hohe Qualität des Trinkwassers. Stadtwerkeleiter Peter Fröhlich (links) und der stellvertretende Wassermeister Dieter Gleißner (rechts) ließen Bürgermeister Franz Stahl zwar in die Materie, nicht aber ins klare Nass eintauchen. Bild: Schirmer
Lokales
Tirschenreuth
13.08.2015
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Selten ist das lebenswichtige Nass keiner Rede wert: Mal kommt zu viel Wasser, mal macht die Dürre Schlagzeilen. In der Kreisstadt ist Wasser kein Thema. Auch im heißen Sommer kommt aus dem Hahn ausreichend und hochwertiges Nass.

Freilich hat das Thema "Wasser" die Bürger durchaus mal stöhnen lassen. Denn zwischen 2004 und 2008 haben die Stadtwerke rund 4,86 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Damit wurde die betagte Anlage auf den neuesten Stand gebracht. Immerhin reichen die Anfänge der Tirschenreuther Wasserversorgung bis 1890 zurück. Bei der Baumaßnahme erfolgten unter anderem der Ausbau eines Tiefbrunnens, der Bau neuer Zubringerleitungen sowie die Errichtung eines weiteren Hochbehälters.

Versorgung gesichert

Per Bürgerentscheid wurden die Kosten zur Hälfte auf die Gebühren umgelegt und zur Hälfte als Beiträge eingefordert. Rentiert hätte sich die Maßnahme allemal, meint Bürgermeister Franz Stahl. Denn die Versorgung der Haushalte sei gesichert, nicht nur durch Menge, sondern vor allem durch eine hervorragende Qualität. "Wir können den Hahn aufdrehen und es ist ausreichend Wasser da", zieht Stahl ein beruhigendes Fazit zur Wasserversorgung. Dabei bestätigt Stahl einmal mehr die Leistungsfähigkeit der kommunalen Versorgung. "Wenn die Kommune die Wasserversorgung in der Hand hat, dann funktioniert alles!"

Zudem haben die Stadtwerke die Anlage zwar gut, aber nicht übertrieben ausgestattet. Schließlich ist die Ausführung sogar 620 000 Euro (11,3 %) unter der veranschlagten Summe geblieben. Dennoch sei die Anlage auf rund 30 000 Einwohner ausgelegt. Der "Puffer" garantiert gerade an den heißen Tagen die Versorgungssicherheit. Für einschneidende Maßnahmen zum Verbrauch sieht deshalb auch Stadtwerkeleiter Peter Fröhlich keinen Anlass. "Wir bauen auf die Vernunft der Bürger!"

Kalk zugeben

Bislang hat das gut funktioniert. Und die Abnehmer wissen durchaus um die Qualität des Wassers. Damit die gleichbleibend ist, wird im "Wasserhäusl" bei Klenau viel technischer Aufwand betrieben. Erstaunlich: Das Tirschenreuther Wasser ist "zu weich". Um den in der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Mindestwert zu erreichen, muss bei der Aufbereitung Kalk zugegeben werden. Beim Lauf über feine "Juraperlen" wird Kalk aufgenommen, aber halt nur bis zur erlaubten Untergrenze. Denn in Waschmaschinen oder Kaffeezubereitern kann das "weiche" Wasser weniger Schaden anrichten.
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