Kein Stau beim Stadtumbau

Zu den hoffnungsvollen Projekten in der Kreisstadt gehört der Umbau der alten Polizei. An der Hochwartstraße soll ein Außenstandort der OTH Regensburg entstehen. Angeboten wird einmal der Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit". Für den Umbau sind insgesamt 2,3 Millionen Euro vorgesehen. Bild: ws
Lokales
Tirschenreuth
04.11.2015
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Die Kreisstadt hat sich gewandelt, zweifellos zum Besseren hin. Und der Stadtumbau behält seine Dynamik. Freilich hofft die Stadt, dass auch die staatliche Förderung nicht an Schwung verliert.

Bei der Stadtratssitzung in der vergangenen Woche konnte Bürgermeister Franz Stahl eine imposante Liste mit Bauvorhaben vorlegen, die im kommenden Jahr angegangen werden sollen. Insgesamt 1,42 Millionen Euro sollen in den Stadtumbau investiert werden. Und dazu hoffen die Bauherren wieder auf eine Förderung von bis zu 70 Prozent der Kosten.

Dabei stehen auch private Maßnahmen auf dem Jahresantrag für das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Stadtumbau West". Mit der Zustimmung zu diesem Antrag übernimmt die Stadt für ihre Vorhaben auch den entsprechenden Eigenanteil und plant diese Ausgaben im kommenden Haushalt ein.

Bei den großen Vorhaben steht 2016 natürlich der Umbau des alten Polizeigebäudes an der Hochwartstraße obenan. Dort soll ein Außenstandort der Technischen Hochschule (OTH) Regensburg für den Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit" entstehen. Für Abbruch/Außenanlagen sind 150 000 Euro (ebenso 2017) vorgesehen, für die Sanierung rund 400 000 Euro. 2017 schlägt dann die Sanierung mit weiteren 800 000 Euro zu Buche.

Altersgerechtes Wohnen

Gemeinsam mit der Kirchenverwaltung will die Stadt den Umbau des ehemaligen Hösl-Anwesens in der Koloman-Maurer-Straße angehen. Insgesamt wird in den nächsten drei Jahren mit Gesamtkosten von drei Millionen Euro gerechnet. Entstehen soll einmal ein Projekt des "altersgerechten Wohnens". Rund 1,2 Millionen Euro errechnet die Stadt an förderfähigen Kosten (2016: 300 000; 2017: 800 000; 2018: 100 000 Euro).

Abbruch Metzgerei

Zu den weiteren Vorhaben die im Antrag stehen gehört etwa der Abbruch der ehemaligen Metzgerei in der Dammstraße. Geplant ist dort ein Neubau mit acht Wohneinheiten. Im Programm stehen zudem der Ausbau der Ringstraße Nord in den nächsten beiden Jahren (Gesamtkosten eine Million Euro, förderfähig rund 600 000) oder die Umsetzung des Stadtumbaukonzepts für jeweils rund 50 000 Euro bis 2019.

Daneben ist der Jahresantrag auch ein Stück weit Hoffnung, denn Maßnahmen ab 2017 wie Hutschenreuther-Direktionsgebäude oder Volksbank-Quartier am Marktplatz stehen zwar in der Liste, doch es liegen keine konkreten Bauanträge vor. Beim "Rathaushof", der ebenfalls in der Liste der Einzelmaßnahmen ab 2017 steht, ist die Stadt selbst gefordert. Gut 750 000 Euro sind bis 2019 an förderfähigen Kosten aufgelistet, zu denen die Stadt auf 70 Prozent Zuschuss hofft. Dann könnte auch ein lange ersehnter Aufzug verwirklicht werden. Manfred Zandt von den Freien Wählern begrüßte wie alle anderen im Gremium die anhaltenden Veränderungen. Besonders freute sich Zandt über die zahlreichen Privatinitiativen. Mit den Baumaßnahmen sei schließlich auch ein großes Investitionsprogramm für die heimische Wirtschaft verbunden.

Keine Stagnation

Florian Busl (SPD) hoffte, dass die Vorhaben auch Signale für andere sein könnten. Und Dr. Alfred Scheidler (CSU) sah durch die Anträge auch das Stadtumbaukonzept mit Leben erfüllt. Außerdem zeige sich, dass nach der Gartenschau keine Stagnation eingetreten ist und die Stadt weiter attraktiv gemacht werde.
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