Keine Alternative zum Lebenssaft

Geschenke und Urkunden gab es auch für Blutspender, die schon 100- und 125-mal zu den BRK-Aktionen gekommen sind (hinten von links): Bereitschaftsarzt Dr. Helmut Rüth, Wilhelm Trisl, Hans Möhrlein, Josef Frank und Bernhard Weber sowie (vorne) Christine Trisl und Monika Franz. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
29.11.2014
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Sie sind Vorbilder in der Gesellschaft und wichtige "Lieferanten": Die Spender geben Kranken und Verletzten eine Lebenschance. Denn Blut kann durch nichts ersetzt werden.

Beim Treffen im BRK-Zentrum wurden zahlreiche Personen für 25-, 50-, 75- 100- und 125-maliges Blutspenden mit Ehrennadeln, Urkunden und einem Geschenk ausgezeichnet. Blutspender ermöglichen die Behandlung vieler Krankheiten, da Blutpräparate heute vor allem zur Behandlung von Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmerkrankungen und bei Sport- und Verkehrsunfällen eingesetzt werden.

Freilich bekommen die Blutspender neben der Gewissheit eines wertvollen Dienstes auch interessante Informationen. So erhält der Spender neben der Blutgruppe und dem Rhesusfaktor bei den Laboruntersuchungen auch Auskunft über eventuelle Antikörper und Lebererkrankungen. Gleichzeitig wird eine Untersuchung auf Antikörper gegen den Erreger der Immunschwächekrankheit Aids durchgeführt. Im Namen des Blutspendedienstes dankte Bereitschaftsleiterin Silke Birkner den Blutspendern. Denn sie würden das Wichtigste was der Mensch hat, nämlich sein Blut kostenlos und freiwillig Kranken und Schwerverletzten zur Verfügung stellen. "Für andere Menschen Blut zu spenden, ist das Edelste, was man machen kann."

Der Bedarf an Blutkonserven habe in den vergangenen Jahren in Bayern erheblich zugenommen, teilte BRK- Bereitschaftsarzt Dr. Helmut Rüth mit. Wöchentlich würden mehrere tausend Blutkonserven benötigt, um bayernweit die Krankenhäuser zu versorgen. Immer wieder könne es zu lebensgefährlichen Blutverlusten kommen, als Folge von Verkehrsunfällen oder Erkrankungen, die ohne Transfusion von Blut zum sicheren Tod führen könnten.

"Das Risiko, über eine Blutkonserve die Immunschwächekrankheit Aids übertragen zu bekommen, ist eins zu einer Million", so Dr. Rüth.

Es sei nach wie vor von großer Bedeutung, dass Freiwillige sich zur Verfügung stellen, da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann. Aus dem gespendeten "Lebenssaft" Blut würden zusätzlich viele Blutbestandteile als Gerinnungsfaktoren oder Leukozytenkonzentrate gewonnen und zur Behandlung von Krankheiten verwendet.
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