Kinder als Stars in der Manege

Eine runde Sache war der Auftritt der Hula-Hoop-Mädchen. Die Akteure bewiesen ihre Talente auch als Jongleure, Akrobaten, Seiltänzer und Spaßmacher. Bilder: kro (3)
Lokales
Tirschenreuth
30.07.2015
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Menschen, Tiere, Sensationen: Ohne Übertreibung sensationell war der Auftritt von 300 Kindern im Mitmachzirkus.

Davon werden die Mitwirkenden von Marien-Grundschule und Förderzentrum wohl noch in Jahren sprechen. Das Zirkusprojekt "KimaZi" - die Abkürzung steht für "Kinder machen Zirkus" - bleibt als einzigartiges Erlebnis haften. In vier Gala-Auftritten präsentierten die Kinder der einzelnen Jahrgangsstufen einen Mitmach-Zirkus der Extraklasse.

In der Grundschule gab es in diesem Jahr keine Arbeitsgemeinschaften, dennoch, erklärte Rektorin Gabriele Grünwald. Dennoch wollte man die Kinder weiterhin für die künstlerischen Ausdrucksformen begeistern, und zwar mit diesem Zirkusprojekt. Eine Woche lang trainierten die Buben und Mädchen jeden Tag zwei Stunden. Dann waren sie reif für ihren großen Auftritt im eigens dafür aufgebauten Zirkuszelt auf dem Gelände des FSV.

Die Vorstellungen waren jeweils hervorragend besucht, viele Eltern bewunderten die Künste ihres Nachwuchses. Je nach Neigung durften sich die Kinder für eine von fünf Zirkusgruppen entscheiden. Da gab es Jongleure, Akrobaten, Hula-Hoop-Mädels, Seiltänzerinnen und Spaßmacher. Die Kostüme wurden alle von der Schule gestellt, mit Ausnahme der Kleidung der Clowns. Auch die Eltern halfen eifrig mit und kostümierten ihre Kinder mit viel Fantasie.

Nach dem Auftritt der ersten beiden Grundschulklassen und des Förderzentrums hieß es schließlich am Samstagvormittag "Manege frei" für die rund 70 Kinder der dritten Klassen. Auch Bürgermeister Franz Stahl reihte sich in die Schar der Besucher ein. Und was sie sahen, war einfach sensationell. Die Kinder hatten in nur einer Woche, unterstützt von der Zirkusfamilie Hein, eine Menge gelernt. Vor ihren Eltern, anderen Verwandten und Freunden präsentierten sie, professionell vorgestellt, ihre Nummern. Am Samstagnachmittag war dann "Zirkuszeit" für die Kinder der vierten Klassen.

Die Zirkusfamilie Hein - ihr Stammsitz ist in Sachsen-Anhalt - leitete die Kinder fachkundig an und stand stets kooperativ zur Seite. Wie im richtigen Zirkus gehörten auch kleinere Tiere wie Tauben, Kaninchen oder Hunde zum Programm. Unter dem Zeltdach entwickelte sich mit buntem Teppich, Logenplätzen, prunkvoller Beleuchtung, starker Tonanlage und glänzenden Requisiten echte Manegen-Atmosphäre.

Man merkte es den Kindern schon an ihren leuchtenden Augen an: Die Auftritte bereiteten ihnen sehr viel Spaß. Dabei gehörten zum Projekt auch pädagogische Lernziele wie Selbstdisziplin zu üben und Verantwortung zu übernehmen. Die Steigerung der Konzentration und Gruppenfähigkeit, der Aufbau von Selbstwertgefühl und Vertrauen in die Zuverlässigkeit anderer wuchsen.

Gabriele Grünwald zollte zum Abschuss vor allem dem FSV Tirschenreuth Dank, der den Platz, für das Zirkuszelt zur Verfügung stellte. Ein Landwirt hatte eine Wiese als Parkplatz überlassen und die Stadt Tirschenreuth unterstützte das Projekt ebenfalls. Dank sagte die Rektorin auch dem Elternbeirat, der sich mit einem Zuschuss von sechs Euro pro Kind beteiligte.
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