Klinik-AG-Vorstand und Aufsichtsrat verteidigen geplante Umstrukturierung am Krankenhaus
"Operation führt zur Gesundung"

Lokales
Tirschenreuth
31.05.2008
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In der Diskussion um das Krankenhaus Tirschenreuth haben Vorstand und Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz AG in einer gemeinsamen Presseerklärung die geplanten Veränderungen verteidigt. Sie sicherten den Erhalt einer hochwertigen flächendeckenden Krankenhausversorgung in der nördlichen Oberpfalz und garantierten das Überleben der einzelnen Krankenhäuser in der Region.

"Die Operation Tirschenreuth führt zur Gesundung", heißt es in dem von Weidens OB und Aufsichtsratsvorsitzendem Kurt Seggewiß, stellvertretendem Aufsichtsratschef Karl Haberkorn, Landrat Wolfgang Lippert, Vorstand Dr. Eibe Hinrichs und Vorstands-Vorsitzendem Josef Götz unterzeichneten Schreiben. Darin wird hinsichtlich der Zuordnung bzw. Zusammenlegung von Krankheitsbildern in einzelne Bereiche der Stationen auf Erfahrungswerte für entsprechende organisatorische Festlegungen verwiesen.

Zusammenlegung üblich

"Weder seitens der Hygienefachkraft noch des Ärztlichen Direktors bestehen deshalb Bedenken. Patienten verschiedener Fachabteilungen in einer Station zusammenzufassen, ist in praktisch allen Krankenhäusern in Deutschland üblich und wird seit Jahren praktiziert." Die Entscheidung, die Station 10 weiter zu betreiben, sei wegen der besseren Verfügbarkeit des Kinderzimmers und der Kreißsäle nahe zu den Betten der Geburtshilfe getroffen worden. "Damit steht künftig einschließlich der Intensivstation eine Kapazität von 113 Betten zur Verfügung."
Durch Umsetzung dieser Maßnahme würden gebräuchliche und deutschlandweit anerkannte Krankenhaus-Standards nicht unterschritten. "Diese Maßnahme leistet einen wesentlichen Beitrag zur Standortsicherung des Krankenhauses Tirschenreuth."

Eine Einschränkung des medizinischen Spektrums sei weder in der Chirurgie noch in der Gynäkologie/Geburtshilfe vorgesehen. Weiterführende Maßnahmen im Rahmen der Restrukturierung weisen eher den Weg in eine andere Richtung. Zusätzliche Versorgungsspektren und Spezialisierungen sollen etabliert werden. Erklärtes Ziel von Vorständen und Mitarbeitern sei der Erhalt aller Krankenhäuser der AG. Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen seien aber nicht hilfreich.

"Die Absicht des Bundesgesundheitsministeriums ist in der Schließung kleinerer Krankenhäuser definiert." In vielen Regionen Deutschlands seien bereits Häuser geschlossen worden. Dies solle in der nördlichen Oberpfalz verhindert werden.
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