Kommandostand vom Feinsten

Morgendliche Lagebesprechungen finden jetzt nicht mehr im Stehen in der Wache, sondern im Multifunktionsraum statt. Darüber freuen sich (von links) Polizeioberkommissar André Beer, Polizeihauptmeisterin Manuela Weidhas, Polizeihauptkommissar Stefan Hage, Polizeihauptkommissar Hermann Weiß, Erster Polizeihauptkommissar Werner Schönfelder, Polizeihauptkommissar Bernhard Schraml, Polizeimeister-Anwärter Felix Jakob und Polizeihauptmeister Thomas Hoffmann. Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
26.03.2015
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"Der Weg zur Brotzeit ist weiter", scherzt Hermann Weiß und nennt damit schon das einzige "Manko" der neuen Polizeiinspektion in Tirschenreuth. Acht Wochen nach dem Umzug hat niemand "Heimweh" nach dem alten Dienstgebäude.

Die neuen Räume in der Falkenberger Straße sind "um Klassen besser", sagen Inspektionsleiter Werner Schönfelder und sein Stellvertreter Hermann Weiß. Vor zwei Monaten haben die 35 Beamten und Angestellten ihre Siebensachen gepackt und sind umzogen. Nur wenige Tage später hatten sich alle in ihren neuen Büros häuslich eingerichtet.

Kleine Nachbesserungen

Im Gebäudeinnern erinnert nicht mehr viel an Baustelle. Nur Kleinigkeiten sind es, die noch erledigt werden müssen. Im Bereich der Wache fehlen ein paar Akustikdecken, die aber bald den Schallschutz komplettieren werden. Die beiden Eingangstüren aus Glas erhalten demnächst noch Motorunterstützung. Sie sind so schwer, dass nur echte Muskelmänner keine Schwierigkeiten beim Öffnen haben. Der Motor funktioniert ähnlich wie beim E-Bike. Sobald jemand den Türgriff fasst und anschiebt, schaltet sich die elektrische Hilfe zu und sorgt für eine butterweiche Bedienung. Die Außentüren der Haftzellen sind an der falschen Gegenseite angebracht. Ein Sicherheitsrisiko, das schnell behoben wird. Im erkennungsdienstlichen Raum fehlt lediglich noch ein Kamera-Arm - eine Kleinigkeit. "Das System funktioniert bestens", erklären Schönfelder und Weiß.

Wesentlich verbessert hat sich auch die sanitäre Situation. Geradezu eklatant profitieren davon die drei Vollzugsbeamtinnen. Sie genießen jetzt nämlich erstmals eigene Umkleiden und Duschen. "Weil das im alten Gebäude nicht der Fall war, sind wir früher schon mal in Uniform nach Hause gefahren", erzählt Polizeihauptmeisterin Manuela Weidhas.

Geordnete Lager

Auch Ewald Bock, Angelika Dietrich und Jutta Bork im Geschäftszimmer können durchatmen. Vor allem die wesentlich verbesserte Lagerhaltung begeistert sie. Waren früher Akten teilweise auf dem Dachboden untergebracht, sind die jetzt fein säuberlich sortiert in unmittelbarer Nähe aufbewahrt. Einen weiteren großen Vorteil bietet der sogenannte Präventionsraum.

Für die Schulungsbereiche "Drogen" und "Verkehr" fallen große Mengen an Unterrichtsmaterial an. Das wurde im alten Gebäude immer da gelagert, wo gerade ein Plätzchen frei war, verstreut im ganzen Haus. Auch das ist Vergangenheit. War die Einsatzgruppe im alten Gebäude sehr stark eingeschränkt, verfügt sie nun über einen Kommandostand vom Feinsten. Morgendliche Lagebesprechungen im Stehen in einer beengten Wache gehören jetzt der Vergangenheit an. Im großdimensionierten Multifunktionsraum, ausgestattet mit moderner Technik, gehen sie jetzt bequem im Sitzen über die Bühne. "Was hier noch fehlt, sind die Jalousien und einige Regale für Akten. Aber im Prinzip ist jetzt alles so aufgeräumt, wie sich das gehört", freut sich Werner Schönfelder.

Auch mit den Pflasterarbeiten im Behördenhof ist schon begonnen worden. Die Umbauarbeiten im Außenbereich werden sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen. Dabei werden die Garagen komplettiert, die Arbeiten an der Außenfassade beendet, der Feinasphalt aufgebracht und die Grünanlagen hergerichtet. Der Fußweg entlang der Straße wird mit Geländer und Beleuchtung ausgestattet und ein großes Leuchtschild mit der Aufschrift "Polizei" weist künftig darauf hin, welche Behörde hier untergebracht ist.

Einweihungstermin unklar

"Luftige, helle und gut organisierte Arbeitsbereiche sowie kurze Wege zeichnen den Neubau aus", erklärt Hermann Weiß. Aktuell arbeiten hier 29 Vollzugsbeamte, ein Verwaltungsbeamter und fünf Tarifbeschäftigte. Was noch fehlt ist der offizielle Einweihungstermin mit Innenminister Joachim Hermann.
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