Landkreis muss pflanzliche Abfälle getrennt einsammeln - Konzept kurz vor Abschluss
Braune Tonne für grünen Müll

Da geht kein Weg dran vorbei: Der Landkreis muss eine Biotonne anbieten. Archivbild: dpa
Lokales
Tirschenreuth
29.06.2015
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Die Bio-Tonne kommt: Wann allerdings, ist noch nicht entschieden. Und auch über Gebühren und Abfuhr-Modus muss erst noch diskutiert werden. Landrat Wolfgang Lippert berichtete in der jüngsten Kreisausschusssitzung jedenfalls, dass der Landkreis deswegen mit der Regierung in Kontakt steht. "Das Konzept ist kurz vor dem Abschluss."

Eigentlich müssten ja schon seit Januar pflanzliche Abfälle vom Restmüll getrennt eingesammelt werden. Wie viele andere Landkreise auch, ist da Tirschenreuth noch etwas in Verzug. Unter anderem auch deshalb, weil die für Abfallwirtschaft zuständige Sachgebietsleiterin krankheitsbedingt lange Zeit ausgefallen war.

Rund 37 Millionen Tonnen Abfall fallen pro Jahr in den bundesdeutschen Haushalten an, pro Einwohner rund 450 Kilogramm. Ein guter Teil davon könnte - entsprechend verwertet - als Biogas oder Dünger erneut verwendet werden.

Wie der Nachbar-Landkreis Neustadt/WN auch favorisiert Landrat Wolfgang Lippert ein Holsystem. Heißt: Es gibt eine spezielle Tonne, die auch regelmäßig von der Müllabfuhr entleert wird. Bei einem Bring-System sehen die Kreisräte die Gefahr, dass der Müll dann in der Landschaft landet.

Im Gegensatz zu den Neustädter Kollegen aber setzt der Tirschenreuther Landkreis-Chef auf Freiwilligkeit, dass die Bürger also selbst zur Bio-Tonne greifen. Probleme sieht Lippert nämlich da, wo die Bürger selbst ihr Grüngut und pflanzliche Abfälle kompostieren. "Freiwilligkeit endet am Geldbeutel", meinte CSU-Sprecher Toni Dutz dazu. Zuvor hatte der Erbendorfer Bürgermeister Hans Donko das Problem thematisiert. Die "Braune Tonne" sei gerade für Bürger mit Kleinstmengen interessant.
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