Landkreis Tirschenreuth müsste in Netzwerk mit Neustadt/WN und Weiden jährlich 10 000 Euro ...
Gesundheitsregion weckt Skepsis

Lokales
Tirschenreuth
01.08.2015
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Offizielle "Gesundheitsregion" ist der Landkreis schon. Nun will der Freistaat noch eins draufsetzen und die "Gesundheitsregion plus" entwickeln. Der Kreisausschuss reagierte mit Zurückhaltung. Nicht zuletzt, weil es mit Kosten verbunden ist.

10 000 Euro im Jahr müsste der Landkreis für dieses Netzwerk jährlich zahlen, wenn sich der Landkreis Neustadt und die Stadt Weiden mit dem jeweils gleichen Beitrag mit ins Boot setzen. "Das könnten wir schultern", beurteilte Landrat Wolfgang Lippert die finanzielle Seite. Die Staatsregierung wolle mit dem Konzept die medizinische Versorgung und Prävention verbessern. Bis 2019 gebe es 50 000 Euro Unterstützung im Jahr pro Gesundheitsregion, die vom Gebiet her identisch mit dem der Kliniken Nordoberpfalz AG wäre. Das staatliche Programm sieht bei einer Förderung verpflichtend ein Gesundheitsforum mit Arbeitsgruppen und Geschäftsstelle vor, um bestimmte Handlungsfelder und Schwerpunkte zu berücksichtigen.

"Wir sollte das prüfen, aber mit großer Vorsicht", fürchtete SPD-Sprecher Rainer Fischer zu wenig Einfluss auf eine konkrete Umsetzung. "Die flächendeckende Versorgung ist unser Anliegen", ahnte Hans Klupp (Freie Wähler) eine weitere Zentralisierung in Weiden voraus. Und Toni Dutz (CSU) meinte, das Papier sei am Ende für die Katz: "Wir sind Bildungsregion und kriegen keine Lehrer, wir sind Gesundheitsregion und haben keine Ärzte."
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