"Leben+" künftig im Alleingang

Lokales
Tirschenreuth
02.12.2015
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Bei der Unterstützungsstelle "Leben+" geht die Kreisstadt eigene Wege. Franz Stahl berichtete bei der Stadtratssitzung, dass eine gemeinsame Einrichtung im Landkreis nicht möglich war. Das Projekt sei, auch nach dem Rückzug des Landkreises, im Oktober nach drei Jahren beendet worden. Im zurückliegenden Jahr war die Kreisstadt bei der Koordinierungsstelle mit im Boot. Durch einen Mitarbeiter seien den Anrufern die verschiedenen Hilfseinrichtungen vermittelt worden. Betrieben wurde die Unterstützungsstelle vom Roten Kreuz.

Franz Stahl erinnerte an die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes, bei der auch das Leben im Alter ein wichtiges Thema war. Mit der Unterstützungsstelle sollte aber allen Menschen mit Handicap geholfen werden. "Wir müssen ein Angebot bereitstellen, damit den Menschen geholfen werden kann", leitete Stahl daraus einen Auftrag ab. Und auch die Fraktionssprecher stimmten dem zu.

Büro im Hösl-Anwesen

Nachdem das Büro im ehemaligen Hösl-Anwesen untergebracht werden soll, war auch Manfred Zandt (FW) einverstanden. "Das sind andere Voraussetzungen", begründete Zandt seinen Meinungswandel, nachdem der Freie Wähler vor einem Jahr gegen eine Beteiligung war. "Daran könnte auch der Heilige Geist schuld sein", freute sich Olga Luft (CSU) über Zandts Zustimmung.

Die nächsten beiden Jahre will die Stadt jeweils 11 000 Euro in die Koordinierungsstelle stecken. In dem Büro könnten auch Sprechstunden der Behinderten- und Seniorenbeauftragten stattfinden. "Das ist ein Versuch. Wenn es klappt, ist eine Fortsetzung vorstellbar", betonte Stahl. Das BRK will zudem eine Einrichtung in Kemnath schaffen.
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