Leben ist kein Wunschkonzert

Für die acht Schulbesten hatte Bürgermeister Franz Stahl (rechts) einen kleinen Bonus mitgebracht. Dazu gratulierte auch Rektor Wilhelm Trisl. Mit im Bild (von links) Josef Ernstberger, Lukas Bauer, Maria Adam, Lena Ascherl, Milena Stock, Lukas Wiesend, Annalena Bauer und Johannes Hecht. Bild: heb
Lokales
Tirschenreuth
26.07.2015
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Gute Wünsche gehören bei den Entlassfeiern zur Tagesordnung. So auch in Tirschenreuth. Dort galt der Blick in die Zukunft aber nicht allein den Absolventen der Johann-Andreas-Schmeller-Schule.

Auf dem Lebensweg ist der Schulabschluss nur ein Etappenziel. 59 Mädchen und Jungen, davon 35 aus der 9. Jahrgangsstufe und 24 aus der 10 M durften am vergangenen Freitag ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen. Ein beeindruckender Moment für die Absolventen und ihre Familien. Und dazu ein kleines Jubiläum für Rektor Wilhelm Trisl, der seit zehn Jahren die Mittelschule leitet. Sehr erfolgreich, wie auch von den Entlassschülern mehrfach zu hören war.

Die Absolventen sparten nicht mit Lob für ihre Klassleiter Markus Hummel, Jürgen Bayer und Martin Hager. Mit launigen Worten hielten sie Rückblick auf ungewöhnliche Lehrmethoden, coole Lehrer und deren unendliche Geduld. "Dafür müsste eigentlich jeder einen Orden bekommen", hieß es da etwa. Orden gab es zwar keine, aber kleine Präsente. Auch für Rektor Wilhelm Trisl, Konrektor Joachim Kruppa, Martin Hager, Klassleiter der M 10 und Schulsekretärin Gabriele Mayerhöfer und das Hausmeisterehepaar Brigitte und Hans Bauer.

Im Gegenzug gab es von den Klassleitern viele lobende Nettigkeiten, gute Ratschläge und Tipps für den zukünftigen Lebensweg. Martin Hager bedankte sich außerdem bei den Eltern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für die besten acht Absolventen hatte Bürgermeister Franz Stahl jeweils ein Kuvert mit einem kleinen Bonus mitgebracht. Beim mittleren Schulabschluss ging der erste Platz an Maria Adam, Annalena Bauer folgte mit dem zweitbesten Abschluss und den dritten Platz erreichte Johannes Hecht. Beim Quali erreichte Josef Ernstberger, Klasse 9b, die besten Noten, den zweitbesten Abschluss hatte Lukas Bauer, Klasse 9a. Absolut gleiche Ergebnisse hatten für den dritten Platz Lukas Wiesend, Lena Ascherl und Milena Stock aus der Klasse 9 a erarbeitet.

Rektor Trisl machte den Schülern Mut, die erworbenen Qualifikationen auch einzusetzen. Dann brauche ihnen vor den kommenden Aufgaben nicht bange werden. Dass auch Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft im Berufsleben erwartet würden, gab er ebenfalls zu bedenken. "Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert", ermahnte er sie. Gebe es aber trotz aller Bemühungen eine schwierige Lebensphase, solle immer daran gedacht werden, dass Gott weiterhelfe. "Deshalb haltet Verbindung zu dem da oben!"

Dem stimmte Stadtpfarrer Georg Flierl gerne zu. Gerade vor der derzeitigen Situation, dass am gleichen Tag viele asylsuchende Menschen in der Stadt ankamen, sollten die Entlassschüler grundlegende Werte nicht vergessen. Flierl bat darum, Asylbewerbern menschlich zu begegnen und sie anzunehmen. Niemand verlasse die Heimat gerne. "Seien wir dankbar, für viele Jahrzehnte Frieden!" Für die Zukunft riet er den Entlassschülern, aus ihren Talenten zu schöpfen und das Gelernte im Leben anzuwenden. "Nutzt eure Möglichkeiten, lasst keine Ängste aufkommen, dann findet ihr euren Platz im Leben."

Bürgermeister Franz Stahl freute sich über die erfolgreichen Absolventen. "Heute stehen euch alle Türen offen." Freilich müsse man sich am Arbeitsmarkt orientieren. Es sei nicht immer sofort der Wunschberuf möglich, doch Chancen würden sich immer wieder auftun. Die Lehrangebote an der Mittelschule seien sehr vielfältig. Damit dies möglich sei, unterstütze die Stadt nach Kräften. Immerhin könne Tirschenreuth mit Grundschule, Mittelschule und Gymnasium aufwarten. Und künftig sei die Kreisstadt als Hochschulstandort im Bereich "Soziale Arbeit" zu sehen.
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