Lebenswichtige Unterstützung

Lokales
Tirschenreuth
24.10.2015
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Rund 600 Einsätze hat die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe Rettungsdienst des BRK-Kreisverbandes seit der Installation des ersten Rettungswagens in Waldsassen vor zwei Jahren verzeichnet. Sie rückt aus, wenn die vier regulären Sanka schon unterwegs sind.

Für den Betroffenen macht es im Notfall keinen Unterschied, ob der Rettungswagen vom öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst kommt, den das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Landkreis Tirschenreuth ausführt, oder aber durch die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe Rettungsdienst (UGRett) des BRK-Kreisverbandes. Hauptsache, es gibt eine schnelle Hilfe, so die Verantwortlichen in ihrer jüngsten Bilanz. Der Kreisverband Tirschenreuth im BRK ist der Rettungsdienstausführende für die Standorte Erbendorf, Kemnath, Tirschenreuth und Waldsassen sowie ab 1. Januar 2016 in Mitterteich. Neben den seit vielen Jahren bewährten 16 "Helfer-vor-Ort"-Standorten, die das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes im Flächenlandkreis Tirschenreuth überbrücken, verbessert das Rote Kreuz seit nunmehr zwei Jahren die Notfallversorgung weiter durch die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe Rettungsdienst. Diese ist auf die drei Standorte Kemnath, Tirschenreuth und Waldsassen aufgeteilt. Zwei weitere sind geplant. Für die Anschaffung von drei Rettungswagen hat der Kreisverband Tirschenreuth 65 000 Euro investiert, die nicht über den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst refinanziert werden.

"Das wichtigste sind aber unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte", betont Manfred Maurer, Leiter des Rettungsdienstes im Kreisverband Tirschenreuth. Diese lassen im Falle einer Alarmierung via Funkmeldeempfänger in ihrer Freizeit alles liegen und stehen, um den Einsatz zu übernehmen. Bei den meisten Einsätzen rückt die UGRett in weniger als zehn Minuten aus - obwohl der Weg zur Rettungswache mit Privatfahrzeug ohne Sonderrechte zurückgelegt werden muss. Die Alarmierung erfolgt bei "Großschadensereignissen", wie dem Gefahrgutunfall im Juni 2015 auf der A 93, bei einem Massenanfall an Verletzten oder aber, wenn kein öffentlich-rechtliches Rettungsmittel in adäquater Zeit am Einsatzort sein kann. Die Kräfte sind erfahrene Rotkreuzler, oftmals Rettungsdienstmitarbeiter in der Freizeit.

Der UGRett-Standort Waldsassen, der alleine heuer schon 110 Einsätze übernommen hat, wird mit der Verlagerung des regulären Rettungswagens von Waldsassen nach Mitterteich unverändert bestehen bleiben. Gleiches gilt für den Krankenwagen und den Notarztstandort.
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