Letzte Ruhe in alter Gruft

Auch in der Kreisstadt gibt es immer mehr Urnenbestattungen. Platz können die Urnen auch in alten Gruften finden, die ansonsten verschwinden würden. In Tirschenreuth hat die Stadt die Hausladen-, und der Lindnergruft dafür umgestaltet. Bürgermeister Franz Stahl und Irina Weiß vom Ordnungsamt besichtigten die Baumaßnahmen am Friedhof. Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
12.10.2015
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Nicht jeder hat die Zeit oder die Möglichkeiten, sich ausreichend um das Grab von verstorbenen Angehörigen zu kümmern. Die Stadt bietet dafür eine Lösung an: Urnenbestattung in renovierten historischen Gruften. Diese Denkmäler können so erhalten werden. Außerdem wird ein neuer Betriebshof auf dem Friedhofsgelände gebaut.

Der allgemeine Trend in Sachen letzter Ruhe geht hin zur Feuerbestattung, das Verhältnis hat sich mittlerweile gedreht. Auf eine Erdbestattung kommen bereits jetzt zwei Feuerbestattungen. Gleichzeitig verschwinden immer mehr historische Grabdenkmäler, weil die Angehörigen entweder keine Zeit für die aufwendige Pflege der Anlagen haben oder weggezogen sind.

Hier hat der Stadtrat eingegriffen und sich entschieden, zwei dieser imposanten Grüfte zu erhalten. Die Renovierung der Hausladen- und der Lindnergruft kostete insgesamt 8000 Euro. Die Hausladengruft bietet jetzt Platz für 20 Urnen, die dort in der Erde beigesetzt werden können.

Auf kleinen Grabsteinen werden zusätzlich die Namen der Verstorbenen angebracht. Anders die Situation bei der Lindnergruft an der alten Friedhofsmauer. Hier bietet ein unterirdisches Regalsystem Platz für die Asche von bis zu 30 Verstorbenen. "Das sind Bauten mit einem starken Charakter", beschreibt Bürgermeister Franz Stahl die Ruhestätten. Die Pflege der Grabmäler übernimmt in beiden Fällen das Friedhofspersonal. Des Weiteren entsteht auf dem Gelände des Friedhofes ein neuer Betriebshof. Dort soll ein kleiner Schuppen zur Unterbringung und Lagerung von Material und Geräten gebaut werden. Optisch wird der Bereich durch Hecken und Sträucher von den Grabstätten abgegrenzt.

Die 34 000 Euro teuere Maßnahme soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
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