Lichterzauber im Fischhof

Etwa 300.000 LEDs schaffen ein einmaliges Ambiente. Bild: Grüner
Lokales
Tirschenreuth
21.11.2014
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Schneller, besser, weiter. Das Motto unserer Zeit passt hervorragend zur dritten Auflage des Tirschenreuther Weihnachtsmarkts des Lions-Clubs. Der ist diesmal an zwei Wochenenden und noch eindrucksvoller illuminiert. Die Nadelöhre vom Vorjahr sind eliminiert.

Es geht wieder rund im Fischhof-Park. Der Innenhof des Amtsgerichts ist derzeit die auffälligste Baustelle. Sechs Mitarbeiter der Firma ASK aus Oberbibrach bauen zehn Buden zusammen. Besser formuliert: Gartenhäuschen der Oberklasse, aus edlem Lärchenholz.

Die haben sie in den vergangenen drei Wochen in der heimischen Werkstatt soweit vorbereitet, dass sie die Einzelteile an Ort und Stelle nur noch zusammenschrauben müssen. Unterstützt werden sie dabei von einigen Asylbewerbern, die sich immer engagieren, wenn in Tirschenreuth Not am Mann ist.

Zwei Wochenenden

Viel Neues hat sich getan im Vergleich zu den Vorjahren. Hauptorganisator Franz Göhl spricht von wesentlichen Veränderungen, die den Weihnachtsmarkt ergänzen und bereichern. Offen ist er an den ersten beiden Adventswochenenden jeweils samstags von 15 bis 22 Uhr und sonntags von 13 bis 20 Uhr .

Offiziell eröffnet wird er am Samstag, 29. November, um 16 Uhr von Lionsclub-Präsident Dr. Wolfgang Kunte zusammen mit Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Franz Stahl und Amtsgerichtdirektor Thomas Weiß sowie den Tirschenreuther Jagdhornbläsern. Um den Besucheransturm besser zu kanalisieren und Staus zu vermeiden, bremsen diesmal keine Zelte an der Außenmauer des Fischhofs den Fußgängerstrom. Die Stände, die dort im Vorjahr standen, werden verlagert. Die Schlemmermeile wird so gestaltet, dass keine Stände den Durchgang zwischen Max-Gleißner-Brücke und dem Weg beim Senkgarten versperren.

Vor dem Weihnachtszelt werden sechs große Stände mit 36, beziehungsweise 48 Quadratmeter aufgebaut. Im Innenhof, in dem sich im Vorjahr ebenfalls die Menschenmassen drängten, entzerrt ein luftigerer Aufbau die Situation.

Weihnachtliches Ambiente lässt sich am wirkungsvollsten mit Licht erzeugen. Damit haben die Lions bei ihren kunsthandwerklichen Weihnachtsmärkten noch nie gegeizt. Beleuchteten im Vorjahr 150 000 LEDs die Szenerie, sind es heuer nahezu 300 000, die das Areal von der Max-Gleißner-Brücke bis über die Fischhofbrücke als geschlossenes Lichtkonzept illuminieren.

Aus ganz Bayern

Das Kinderprogramm wurde ebenfalls erweitert. Auf dem Platz am See erwartet die kleinen Besucher erstmals ein großes Winter-Kinder-Karussell von anno dazumal. Am Stand der Pfadfinder können die kleinen Besucher Mandalas malen. An einem Bäckerstand dürfen sie ihre eigenen Lebkuchen und Weihnachtsleckereien gestalten.

Mit Ausnahme der Schwaben sind diesmal 120 Aussteller aus allen bayerischen Regierungsbezirken dabei. Neben bekannten auch ganz neue, zum Beispiel eine große Zuckerbäckerei.

Je größer der Markt wird, desto komplizierter ist es, genügend Stände bereitzustellen. Waldershof, Mitterteich, Bärnau, Falkenberg und Tirschenreuth greifen den Lions dabei unter die Arme und leihen Stände aus ihren Depots aus.

Aber auch das reicht noch nicht aus, weshalb der Club, die eingangs erwähnten zehn eigenen Stände bauen ließ. "Es ist für uns sehr wichtig, speziell den kunsthandwerklichen Aspekt weiter zu entwickeln und zu fördern", erklärt Franz Göhl. Aktuell liegt der Anteil bei rund 75 Prozent.

Sonderführung

Am Tag vor der Eröffnung, Freitag, 28. November, von 19 bis 19.30 Uhr, stellen die Lions allen Interessierten das aufwendige Beleuchtungskonzept vor. Das wäre auch die Gelegenheit für Fotografen.
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