Liebende und sorgende Mutter

Pfarrer Dr. Kazimir Pajor leitete die 336. Wallfahrt für die Kirche. Mit ihm zelebrierten die Messe (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Maximilian Roeb sowie (von rechts) Pfarrer Josef Schön, Pater Klaus Kniffki vom St. Peter und Pfarrer Konrad Gruber. Bild: wür
Lokales
Tirschenreuth
18.04.2015
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Die "Mutter der Barmherzigkeit" soll Vorbild für die Menschen sein. "Werdet wie Maria echte Zeugen von Gottes Barmherzigkeit", appellierte Pfarrer Pajor am Monatsdreizehnten in der Stadtpfarrkirche.

(wür) Zur 336. Wallfahrt für die Kirche durfte Stadtpfarrer Georg Flierl Pfarrer Dr. Kazimir Pajor aus Cham begrüßen. Flierl bat auch für die verfolgten und bedrängten Christen zu beten. Er verwies auf das jüngste Ereignis in Kenia, wie junge Studenten wegen ihres christlichen Glaubens getötet wurden.

Pfarrer Dr. Kazimir Pajor nahm in seiner Predigt Bezug auf die göttliche Barmherzigkeit und stellte die Frage: "Worum sollen wir an jedem 13. beten?" Um die Barmherzigkeit Gottes für die Welt. Gleichzeitig müsse man auch lernen, was Barmherzigkeit bedeute. An Marias Leben könne man erkennen, was Gottes Erbarmen sei und Maria lehrt uns barmherzig zu sein. "Maria war die erste Empfängerin der Barmherzigkeit Gottes. Sie war sozusagen das Spiegelbild der göttlichen Barmherzigkeit." Diese Überzeugung sei im Bewusstsein der Kirche tief verwurzelt.

Maria verstehe auch das ganze Handeln Gottes an der Menschheit als eine Geschichte des Erbarmens Gottes. Maria habe das Kommen Gottes in die Welt ermöglicht und den geboren, in dem das Erbarmen Gottes unter den Menschen erschienen ist. Wir nennen Maria "Mutter der Barmherzigkeit", so der Prediger. Dieser Titel bedeute, dass Maria eine liebende und sorgende Mutter ist. An allen Marienwallfahrtsorten gebe es mehr als genug Zeugnisse für ihre mütterliche Liebe und Sorge. "Unzählige Votivgaben, die es dort gibt, erzählen von ihrer Barmherzigkeit", so Pfarrer Pajor.

Appell zur Barmherzigkeit

Allen Menschen sei auch ein Aufruf zur Barmherzigkeit gegeben. Im Epheserbrief werde aufgefordert: "Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander ..."(Eph 4,32). Und im Lukasevangelium sagt Jesus selbst: "Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!"(Lk 6,36). Nicht die Welt, nicht der Zeitgeist, nicht die Maßstäbe dieser Welt, sondern Gott in seiner Barmherzigkeit sei der Maßstab unseres Handelns, Maßstab fürs Leben der Christen. Der hl. Johannes Paul II. hätte die göttliche Barmherzigkeit zum Grundsatz seines Pontifikats gemacht. Er hat den Barmherzigkeitssonntag eingeführt. Papst Franziskus, der das Jahr 2016 als "Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit" ausgerufen hat, fordert von der Kirche die Ausübung der Barmherzigkeit: "Werdet nicht müde barmherzig zu sein"!

Ein Wunsch des Predigers war, dass wir wie Maria echte Zeugen von Gottes Barmherzigkeit in unserer Welt werden. Bei dieser Aufgabe seien wir nicht alleine, denn wir haben Maria, als erste Empfängerin der Barmherzigkeit Gottes, das echte Werkzeug von Gottes Erbarmen, als Vorbild und Beistand an unserer Seite.
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