Mehr Sicherheit bei der St. Anna-Wallfahrt
Mit Pilgerführer

Nach dem angestiegenen Schwerlastverkehr war eine Verkürzung der St. Anna-Wallfahrt (Bild aus dem Vorjahr) überlegt worden. Mitglieder des Fördervereins St. Anna, Vertreter der Pfarrei sowie langjährige Wallfahrer und Begleiter kamen jetzt überein, die gewohnte Form beizubehalten. Oberstes Ziel ist die Sicherheit der Wallfahrer. Dafür sorgt künftig Pilgerführer Dr. Maximilian Schön mit einem Team aus Helfern. Bild: Privat
Lokales
Tirschenreuth
01.06.2015
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Zu einer Sondersitzung trafen sich Mitglieder des Fördervereins St. Anna, Vertreter der Pfarrei Tirschenreuth sowie langjährige Wallfahrer und Wallfahrtsbegleiter. Wie berichtet, war in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins in Planá im April beschlossen worden, die Fußwallfahrt vom Grenzübergang Mähring zur St. Anna-Kirche bei Planá wegen des angestiegenen Schwerlastverkehrs nur mehr stark verkürzt durchzuführen. Bei der Sondersitzung fand sich aber eine Beibehaltung der Prozession in der bisherigen Form.

In einer regen Diskussion im Tirschenreuther Pfarrhof unter der Leitung von Stadtpfarrer Georg Flierl wurden nochmals die jeweiligen Argumente für und gegen die Fußwallfahrt vorgetragen. Die deutliche Mehrheit stimmte dann für die Beibehaltung der Prozession in der bisherigen Form, die künftig von der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Tirschenreuth veranstaltet und versichert wird. Oberstes Ziel ist dabei die Sicherheit der Wallfahrer. Dafür sorgt künftig der neu bestimmte Pilgerführer Dr. Maximilian Schön mit einem Team aus erfahrenen Helfern, die mit Warnsignalen und Funkgeräten sowie mehreren Begleitfahrzeugen die Gruppe absichern.

Glaubenszeugnis

Übereinstimmend hob man die über 25-jährige Tradition der Fußwallfahrt als Glaubenszeugnis nach dem Fall des Eisernen Vorhanges im Jahr 1989 durch den Niedergang des Kommunismus sowie den grenzüberschreitenden Charakter als wichtiges Argument zur Fortführung in der bisherigen Form hervor. Zudem haben sich in all den Jahren persönliche Beziehungen zu den Menschen entlang der Pilgerstrecke entwickelt. Die Wallfahrer werden alljährlich in der Ortschaft Broumov (Promenhof) bei der ersten Rast vor der dortigen Kirche zu einem Frühstück mit böhmischen Spezialitäten eingeladen.

Zur nächsten Wallfahrt am Freitag, 24. Juli, lädt die Pfarrei Tirschenreuth jetzt schon die gesamte Bevölkerung herzlich ein.
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