Meilenstein für junge Landwirte

"Von den 13 Notenbesten kommen 12 aus dem Landkreis Tirschenreuth", sagte Wolfgang Wenisch über die Absolventen aus der Region (im Bild mit den Ehrengästen). Bild: axs
Lokales
Tirschenreuth
04.08.2015
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"Wir in Bayern sind stolz auf unsere Landwirtschaft", sagte die SPD-Abgeordnete Annette Karl. Stolz sein dürfen auch die über 50 jungen Leute, die ihre Ausbildung zum Landwirt erfolgreich beendet haben. Jetzt erhielten sie den Schlüssel für ihre erfolgreiche Zukunft: Das Abschlusszeugnis.

Im Freistaat ist immer noch jeder Siebte in Bereich der Landwirtschaft tätig, und um die hohe Qualität dieses Berufsstandes zu erhalten, braucht es gut ausgebildeten Nachwuchs. Genau dieser hatte jetzt Grund zu feiern.

Die angehenden Landwirtinnen und Landwirte versammelten sich im Kettelerhaus zur Übergabe der Zeugnisse und einer Feierstunde.

Heimatnah zur Schule

Leitender Landwirtschaftsdirektor Dr. Siegfried Kiener sprach von einem "Meilenstein" im beruflichen Leben der jungen Menschen. Nach der dreijährigen Ausbildung teilweise im Schulzentrum in Neustadt und anschließend in Betrieben in der Region verkündete Kiener stolz: "Ich freue mich, dass unser Berufsnachwuchs nach wie vor heimatnah in unserer Region beschult werden kann".

Sein Dank ging an alle Partner und Begleiter, die den Schülern von Anfang bis Ende ihres Weges zur Seite standen. "Sie sind jetzt auch hochqualifizierte Energieerzeuger und außerdem Pfleger unserer einzigartigen Kulturlandschaft", zählte Annette Karl die Qualitäten des bestens geschulten Nachwuchses auf. Margit Kirzinger, Bürgermeisterin in Waidhaus und stellvertretende Landrätin, sprach von Schlüsseln zu neuen Türen und neuen Chancen. "Den habt ihr jetzt schwarz auf weiß."

Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl erinnerte: "Unser Landkreis ist von der Landwirtschaft geprägt". Er sah "gut ausgebildete Menschen mit Motivation und Kreativität". Den guten Zusammenhalt in den Familien, die zeitweise auf die tatkräftige Unterstützung der Kinder verzichten mussten, und den Betrieben lobte Ely Eibisch vom Bauernverband.

Stolz auf Leistungen

Wolfgang Wenisch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten legte den Fokus seiner Ansprache auf die intensive Weiterbildung. "Die erste Ernte ist eingefahren, doch es müssen weitere folgen." Insgesamt 12 Tage lang Höchstleistungen erbringen, hieß es für die Prüflinge während des finalen Tests. In verschiedenen Bereichen wurde das Können der Schüler auf die Probe gestellt. 36 Nachwuchslandwirte traten in der regulären Ausbildung zur Prüfung an und 17 Lehrlinge erhielten ihren Gesellenbrief über das Bildungsprogramm Landwirt, dem meist eine andere Ausbildung vorausgeht. Die Ergebnisse nach den praktischen Tests und den Prüfungsgesprächen können sich sehen lassen. Lehrer und Verantwortliche sind stolz auf die Leistungen des Nachwuchses.

Geduldig und leidensfähig

Die Klassensprecher Barbara Hagn und Michael Beinrucker erzählten in ihrer unterhaltsamen Rede von einer schönen Schulzeit mit "überwiegend normalen Klassenkameraden" und dankten ihren geduldigen und manchmal leidensfähigen Lehrern.
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