Metall Technik Tirschenreuth verzichtet auf Geschenke und spendet 1500 Euro
Blechstern und Bares für Menschen in Not

1500 Euro für den Fonds der Stadt, "Menschen in Not" überreichten Mitarbeiter der Firma MTT an den Bürgermeister. Im Bild (von links): Susanne Lunscher, Thomas Wolf, Michael Völkl, Bürgermeister Stahl, Jessica Becker, Firmenchef Horst Heider und Alexander Wurm. Bild: tr
Lokales
Tirschenreuth
21.11.2014
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Anstatt an seine Kunden Weihnachtsgeschenke zu verteilen, waren sich Horst Heider und seine Mitstreiter der Firma Metall Technik Tirschenreuth (MTT) einig, das Geld lieber einem sozialen Zweck zukommen zu lassen. Heider Metallbau ist erst seit einem Jahr in der Kreisstadt ansässig und befindet sich noch im Aufbau. Horst Heider hat damals eine in Konkurs gegangene Firma übernommen und baut gerade an das bestehende Gebäude an.

"Das hat eine Menge Geld gekostet", räumt der Firmenchef ein. "Wir müssen selber erst noch viel tun, bis wir in die Gewinnzone kommen. Aber erstens sieht es gut aus und zweitens gibt es immer Leute, denen es viel schlechter geht und denen wollen wir helfen". Als Nicht-Tirschenreuther wurde Heider beim Bürgermeister vorstellig und fragte, wo das Geld denn gut aufgehoben sei. Da fiel Franz Stahl spontan der "Fonds für Menschen in Not" ein, den er von Amts wegen selbst verwaltet. Etwa 1500 Euro enthält der im Moment. Die Firma Heider, die aktuell etwa 20 Mitarbeiter beschäftigt, legte exakt 1500 Euro drauf, die der Firmenchef zusammen mit einer Delegation seiner Abteilungsleiter und einer Auszubildenden an den Bürgermeister überreichte.

Unbürokratische Hilfe

Stahl erklärte, dass der Fonds geschaffen wurde, um Menschen, die urplötzlich in soziale Not geraten sind unbürokratisch, schnell und menschlich helfen zu können. Aber nicht nur Einzelpersonen käme der Topf zugute. Es wurden auch schon Gelder für Flutopfer in anderen Regionen und für die Afghanistan-Kinderhilfe von Dr. Erös daraus aufgewendet. Demnächst werden die Geschäftspartner der Firma Heider ein Schreiben erhalten, in der erklärt wird, warum sie heuer kein Weihnachtsgeschenk erhalten. Damit aber keiner ganz leer ausgeht, haben sich die Mitarbeiter etwas Besonderes einfallen lassen. Jedem Brief liegt ein kleiner Bethlehem-Stern aus Blech bei, der in der Firma gefertigt wurde.

Quasi als Erinnerung für die eigene Spendenbereitschaft. Denn indirekt sind ja auch die Kunden Spender. Den ersten Stern erhielt, neben den drei 500 Euro-Scheinen, Bürgermeister Franz Stahl.
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