Metropolregion stärken

Der MU-Kreisvorsitzende Leonhard Zintl, der stellvertretende Ratsvorsitzende der Europäischem Metropolregion Nürnberg, Franz Stahl, sowie der Vertreter des Wirtschaftsbeirats Bayern, Helmut Hör, machen sich stark für die Europäischen Metropolregionen. Als heißen Tipp verweisen sie unter anderem auf die kulinarische Landkarte und den Entdecker-Pass mit teils kostenlosen regionalen Angeboten für die ganze Familie. Bild: mez
Lokales
Tirschenreuth
08.03.2015
37
0

Hier die Stadt, dort das Land: Wer das als Konkurrenz betrachtet, kommt nicht weit. Gemeinsam geht's besser macht Franz Stahl am Beispiel Nürnberg deutlich.

Über die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) informierte sich die Mittelstandsunion des Kreisverbandes bei einem Kamingespräch mit Franz Stahl im Kettelerhaus. Der Bürgermeister ist stellvertretender Ratsvorsitzender der Metropolregion, die mit eine Antwort auf immer größer werdende Städte sein soll.

Das Gebiet der EMN umfasst 3,5 Millionen Einwohner mit rund 2,5 Millionen Erwerbstätigen, die die gleiche Wirtschaftsleistung erbringen wie das Land Rumänien oder Shanghai. "Beachtlich ist auch die Exportquote von knapp 50 Prozent", merkte Helmut Hör an, der Vorsitzende des Wirtschaftsbeirats Bayern für die Region Nordoberpfalz, der ebenso am Kamingespräch mit teilnahm. Die EMN belege in Deutschland mittlerweile Platz vier im sogenannten Prognose-Zukunftsatlas. Was das für Vorteile bringt, machte Stahl am Beispiel der Landesgartenschau deutlich, zu der zahlreiche Besucher aus allen fränkischen Regionen kamen. Tirschenreuth pflegt zudem eine Städtepartnerschaft mit Lauf an der Pegnitz.

In der Metropolregion werde nicht gejammert, sondern versucht nach außen eine beispielhafte familienfreundliche Willkommenskultur darzustellen. Eine große Säule bilde dabei der Rat der EMN, indem 11 kreisfreie Städte, 46 Landkreise und Gemeinden, sowie 6 kooptierte Mitglieder vor allem aus den Bayerischen Staatsministerien Mitglied seien.

"Ein weiteres festes Standbein bildet die Wirtschaft, die sich in Form eines eigenen Fördervereins mit einbringt." Stahl nannte dabei 17 namhafte Firmen wie Adidas, Siemens, die Bayern LB oder die Volks- und Raiffeisenbanken. Auch die 9 Handwerks- , Industrie- und Handelskammern seien vertreten.

In einer Diskussionsrunde, die der MU-Kreisvorsitzende Leonhard Zintl leitete, wurden mehrere Projekte der Metropolregion Nürnberg auch aus einem kritischen Blickwinkel betrachtet, wie beispielsweise der Verkehrsverbund Groß-Nürnberg. Auch verschiedene der über 20 Regionalkampagnen wurden diskutiert, wie die kulinarischen Landkarte oder der Entdecker-Pass, die hier zu wenig bekannt seien, so Leonhard Zintl. Aus der Region nahmen zudem 14 Schausteller am Nürnberger Christkindlesmarkt teil, der jährlich von rund 2 Millionen Gästen besucht wird, erinnerte er an die und Potenziale, einer besseren Vernetzung.

Auch das Thema Fachkräfte ausbilden und in der Region halten, wurde behandelt, wobei auch hier eine gelungene Kooperation zwischen Wirtschaft und Politik von Vorteil ist. Franz Stahl forderte dazu auf die Metropolregion als Marke stärker an Kraft gewinnen zu lassen. "Nur wenn alle fleißigen Hände mit zusammen langen, können die Herausforderungen gemeistert werden", pflichtete ihm auch Leonhard Zintl bei.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.